Wochenrückblick KW 31

Fondsmanager im Fokus: Preissturz des (schwarzen) Goldes?

Daniel Hardt

Daniel Hardt 
(Fondsmanager G|D|W)

Rohstoffpreise verzeichneten in den vergangenen Monaten über nahezu alle Bereiche hinweg signifikante Preisrückgänge.  Besonders der Goldpreis brach in den letzten Wochen stark ein und es vergeht kaum ein Tag, an dem keine neuen Kurssturzprognosen in den Medien veröffentlicht werden. Dies liegt unter anderem daran, dass die als psychologisch wichtig geltende Marke von 1150 $ pro Feinunze am 15. Juli unterschritten wurde und der Sell-off sich seitdem fortsetzte. Das Edelmetall verlor im Juli zwischenzeitlich ca. 7,7 % auf 1078 $ pro Feinunze und sank damit auf ein neues Fünfjahrestief. Investmentanalysten der Deutschen Bank und von Morgan Stanley prognostizieren im schlimmsten Fall sogar einen weiteren Preisrückgang auf 750 bzw. 800 $ pro Feinunze. Im Jahr 2011 erreichte Gold mit über 1900 $ pro Feinunze seinen historischen Höchststand.

Die weltweite Nachfrage nach Gold ist seit 2011 um fast 10% zurückgegangen. Dafür sind vor allem geringere Verkäufe von Goldbarren- und Münzen verantwortlich, aber auch die Goldinvestments von Exchange-Traded-Funds (ETFs) sanken signifikant. Das wirkt auf den ersten Blick erstaunlich, da Gold als sichere Anlage in Krisenzeiten gilt und im Zuge der turbulenten Verhandlungen mit Griechenland seit Anfang des Jahres überdurchschnittlich viel Gold von Privatanlegern in Deutschland gekauft wurde. Der Grund für den neuerlichen Preisdruck ist allerdings außerhalb Europas zu suchen. So kam es am Montag vergangener Woche laut Reuters in Shanghai und New York innerhalb kürzester Zeit zu einem Verkauf von insgesamt ca. 33 Tonnen Gold. Außerdem veröffentlichte die chinesische Zentralbank zum ersten Mal seit sechs Jahren ihre Goldbestände. Sie lagen zwar bei 1658 Tonnen, eine Steigerung von 60% im Vergleich zum Stand im Jahr 2009, Anleger hatten jedoch eine deutlich höhere Menge erwartet.

Laut den Daten der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) gibt es im Futures-Markt erstmals seit dem Beginn der Datenaufzeichnungen im Jahr 2006 mehr Short- als Long-Positionen auf Gold. Viele Anleger, darunter auch viele Hedge-Fonds, setzen somit auf weitere Kursrückgänge. Hier liegt aus unserer Sicht die Achillesferse eines weiteren Gold-Bärenmarktes, da unvorhergesehene Kursanstiege im Goldmarkt schnell zu Verlusten bei Anlegern führen würden und so eine erhöhte Nachfrage nach Gold zur Glattstellung von Short-Positionen als Konsequenz haben könnten. Es bleibt für uns daher fraglich, ob eine Positionierung im aktuellen Umfeld sinnvoll ist, da es zumindest für risikobewusste Anleger einen hohen Aufwand an Risikomanagement bedarf.

Dem schwarzen Gold erging es in diesem Monat nicht viel besser. Der Preis für Brent Oil (Nordsee-Öl), der vor einem Jahr noch bei 122 $ pro Barrel lag, ist nach wie vor weit von seinen Höchstständen entfernt und notiert aktuell bei 54 $. Die kurzfristigen Folgen dieser Preisentwicklung sind tendenziell positiv für Nettoimporteure von Energie wie z.B. Europa, da der Erdölpreis auch den Preis von Erdgas, Kohle, Atomstrom und erneuerbaren Energien beeinflusst und den Verbrauchern somit mehr Geld für andere Ausgaben lässt. Viele Ökonomen sprechen daher gerne von einem „kostenlosen“ Konjunkturprogramm für Europa.  Für Nettoexporteure von Energie wie z.B. die arabischen Länder, Russland oder Venezuela sind dies dagegen erst einmal schlechte Nachrichten, da hier das Wegfallen von Einnahmen Einfluss auf den Konsum nehmen kann und im ungünstigsten Fall eine Rezession zur Folge hat.

Im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Erdölpreises halten wir eine baldige Erholung für eher unwahrscheinlich. Durch das Abkommen über das Atomprogramm des Irans und die damit verbundene Aufhebung der Wirtschaftssanktionen könnte das globale Angebot für Erdöl weiter steigen. Die internationale Energieagentur hatte erst vor kurzem festgestellt, dass es schon seit 5 Quartalen einen globalen Angebotsüberschuss von Erdöl gibt. Aktuell sollen es ca. 2 Millionen Barrel pro Tag sein. Für uns bleibt es spannend zu sehen, ob sich der Erdölpreis längerfristig auf diesen niedrigen bzw. noch niedrigeren Niveaus aufhalten wird, und damit womöglich mehr Einfluss auf die Inflation und zukünftige Leitzinsschritte nehmen kann, als von den Zentralbanken erwünscht ist.

Fondsmanager im Fokus: Emerging Europe Sovereign Debts trotzen den Turbulenzen am Markt

Tomas Krakauskas

Tomas Krakauskas (CIO)

Während der stark volatilen Märkte im vergangenen Jahr schnitten die Emerging Europe Sovereign Bonds im Gegensatz zu ihren Konkurrenten am besten ab. Der Emerging Europe Index erzielte seit Jahresanfang 2,4% (YTD) und übertraf damit sowohl den Emerging Asia Index mit 1,3% (YTD), als auch den Latin Amercia mit -1,5% (YTD).

Weltweit konnte bei Kreditprodukten seit Mitte Mai ein stetiger Verfall beobachtet werden. Dies hängt vor allem mit dem Drama um Griechenland und den Spekulationen, ob eine Zinserhöhung durch die FED kommen wird zusammen.

Wie aus der Grafik hervorgeht, erholten sich die Emerging Europe Sovereign Credits seit Ende Juli, während die beiden Konkurrenzmärkte nach wie vor weiter abrutschen. Das peak-to through (der maximale Kursrückgang von einem Hoch, bevor ein neues Hoch erreicht wird), lag bei den Emerging Europe Sovereign Debts bei nur -3,2% (YTD) im Gegensatz zu den SE Asia’s mit -3,6% (YTD) und den Latin America’s mit-4,5% (YTD).

Dies verdeutlicht, wie die Emerging Europe Länder gegenüber externen Schocks aufgestellt sind. Neben der Tatsache, dass Emerging Europe gegenüber seinen Konkurrenten in Asien und Lateinamerika seit Jahresanfang am besten abschnitt, gehen wir davon aus, dass Euro denominierte Emerging Europe Sovereign Dept’s immer noch einen größeren Credit Spread (+58 BIPs) bieten, als ihr 10-Jahres-Durchschnitt.Als erstes Land in der Emerging Europe Region, seit dem Griechenlandreferendum, bot die Slovenische Regierung am 21. Juli mit großem Erfolg eine 10 Jahres Anleihe ein. Dies zeigt das große Vertrauen der Investoren in Emerging Europe Severeign Debts. Bloomberg zur Folge, wurden Anleihen im Wert von 1,25 Mrd. € zu einem Zinssatz von 2,251% veräußert.Nach unseren Einschätzungen werden die Emerging Europe Sovereign Debts auch in Zukunft zu den Top Performern gehören. Grund hierfür ist die gute Kreditwürdigkeit, die gesunde wirtschaftliche Situation und die abklingenden geopolitischen Spannungen.

 

 

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Green Planet: Kleinkrieg mit Insolvenzverwalter

In der Hoffnung auf hohe Renditen mit Teak-Bäumen in Costa Rica haben deutsche Privatanleger ihr Erspartes investiert – und womöglich verloren. Im Kampf um ihr Geld zieht ein Anleger aus Baden-Württemberg jetzt gegen den Insolvenzverwalter zu Felde.

Diplom-Informatiker Ekkard Gerlach gehört zu den insgesamt knapp 800 Kleinanlegern, die derzeit um ihr Geld bangen. Sie hatten seit 2009 Kautschuk- und Teakholzanlagen oder Baumzertifikate der Green Planet AG erworben beziehungsweise gezeichnet. Mit den exotischen Natur-Investments sollte über 20 Jahre die jährliche Rendite von 13 Prozent sprichwörtlich in den Himmel wachsen… weiterlesen

China-Krise: Anfang vom Ende der Aktien-Hausse?

Nach dem „schwarzen Montag“ am chinesischen Aktienmarkt, sollten auch deutsche Anleger ihre Geldanlage überdenken. Denn im Reich der Mitte ist nicht der sprichwörtliche Sack Reis umgefallen, sondern hat möglicherweise ein weltweites Börsen-Beben begonnen.

Mit einem Minus von 8,5 Prozent verzeichnete der Shanghai Composite Index gestern den größten Tagesverlust seit mehr als acht Jahren. Darauf reagierten auch die Kurse der exportorientierten Wirtschaft hierzulande: Der Leitindex Dax für die 30 Standardwerte verlor… weiterlesen

34f-Vermittler: Neue Regeln für „alte Hasen“?

Das Kleinanlegerschutzgesetz ist zwar bereits in diesem Monat in Kraft getreten. Doch wie es mit der so genannten Alte-Hasen-Regelung für langjährige Vermittler weitergeht, ist noch nicht eindeutig geklärt, mahnt Rechtsanwalt Norman Wirth.

„Für die Vermittlung von Nachrangdarlehen und partiarischen Darlehen, wie auch für die dem Kleinanlegerschutzgesetz unterfallenden Direktinvestments brauchte man bisher lediglich eine einfache Gewerbeerlaubnis“, erklärt Wirth… weiterlesen

Pressemeldung Juli 2015

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Mezzaninefonds profitiert von Niedrigzinsphase

 

Das auf Anlagekonzepte für institutionelle Investoren spezialisierte Beratungsunternehmen AGORA INVEST, konnte im Juni mit seinem Spezialfonds AGORA INVEST REM 2 SICAV SIF trotz Niedrigzinsphase eine hohe Ergebnisbeteiligung für seine Anleger erzielen. Die Investments zeigen, dass sich aufgrund der positiven Perspektive des deutschen Wohnungsmarktes in den Ballungsräumen belegbare Renditen von 4,3% nach Kosten vor Exit Beteiligung bei gleichzeitig hohen Sicherheiten und hohen Qualitäten der Underlyings ergeben haben. Die vom Fondsmanagement prognostizierte Rendite von 8 bis 10 % über die Laufzeit des Fonds konnte entsprechend untermauert werden. Hohe Objektqualität, renommierte Projektpartner, exzellente Immobilienstandorte, Sicherheiten und hohe Vorverkaufsquoten sind die Grundlage für die bisherigen Investitionen des Fonds. In Kürze werden weitere attraktive Immobilien hinzugekauft.

Ihr Ansprechpartner:

Achim Denkel (salesheads AG)

Achim Denkel

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Achim Denkel
info@salesheads.de
Tel: 040/  897207760

Griechenland-Hilfe: „Fehlentscheidung des Bundestags!“

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) übt scharfe Kritik am aktuellen Beschluss des Bundestages. In einer Pressemitteilung heißt es: Nur 119 Bundestagsabgeordnete hätten den Mut bewiesen, Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket für Griechenland abzulehnen. Damit wollten die Abweichler den nächsten Schritt in Richtung einer dauerhaften Haftungsunion verhindern. Doch insgesamt habe der Bundestag mit großer Mehrheit weiteren Finanzhilfen für die griechische Regierung zugestimmt – obwohl diese selbst nicht an den Erfolg der Reformen glaube. „Das Abstimmungsergebnis von heute bedeutet ein größeres Risiko für die Bürger in Deutschland und Europa“, kritisiert BdSt-Präsident Reiner Holznagel… weiterlesen

Neuer Chef für Fidelitys Spezialfonds

Gerhard Engler (54) wechselt von der Fondsgesellschaft Frankfurt-Trust zu Fidelity Worldwide Investment, wo er vom kommenden Jahr an das institutionelle Asset Management verantwortet. Er soll das Geschäft mit Spezialfonds und Pensionslösungen ausbauen.

Als neuer Geschäftsführer der FIL Investment Management GmbH wird Engler verantwortlich sein für die Akquisition und Betreuung institutioneller Kunden. Außerdem geht es darum, für rund 100 deutsche und internationale institutionelle Kunden Anlagestrategien über das gesamte Fidelity-Produktspektrum hinweg zu implementieren… weiterlesen

CS Euroreal schüttet im Juli aus

Einer der größten Offenen Immobilienfonds in Abwicklung zahlt an seine Anleger noch im Juli aus. Jetzt steht auch die Höhe fest. weiterlesen