„Empfehlen Sie keine vermeintlich sicheren Staatsanleihen!“

Was Chris-Oliver Schickentanz, Chefstratege der Commerzbank, konservativen Anlegern empfiehlt, warum er Spanien und Portugal im Auge behält und welche Risiken Stop-Loss-Orders haben.

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Grüne: Abgeltungsteuer soll abgeschafft werden

Die Abgeltungsteuer verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz und ist verfassungswidrig, heißt es in einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der die Abschaffung der Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge noch in dieser Legislaturperiode fordert.

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Rückblicke einer außergewöhnlichen Tour: Mit der INVL in Litauen

Blick von oben auf Vilnius

Wenn man an Osteuropa denkt, so denkt man im ersten Moment nicht zwangsläufig an einen lukrativen Finanzmarkt. Letzte Woche durften sich jedoch die Mitreisenden der INVL Reise und unser Produktmanager David Menger vom Gegenteil überzeugen, denn die Performance der von der INVL verwaltenden Fonds konnte sich gerade in den letzen Monaten wirklich sehen lassen. Selbst die volatilen Märkte und der Börsencrash im August konnten der Performance keinen Sinkflug verpassen.


INVL Asset Management lud ausgewählte Interessenten vom 17.-20. September zu ihrem Hauptsitz nach Vilnius ein. Die Fondsmanager Tomas Krakauskas, Vaidotas Rūckas und Head of Institutional Sales Tomas Dacys nahmen die Gäste nach Ihrer Ankunft in Vilnius in Empfang und stellten ihnen zunächst bei einem Rundgang das Unternehmen vor. INVL Asset Management ist ein auf Osteuropa fokussierter Asset Manager, der seit über 10 Jahren Investment Produkte aus Central Eastern Europe (CEE) anbietet. An den Standorten in Vilnius und Riga verwalten insgesamt zehn Portfoliomanager mehr als 300 Mio. Euro.

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Hauptgebäude INVL Asset Management

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Blick auf das Künstlerviertel Užupis


Vilniusser Kathedrale St. Stanislaus Ladislaus

Der zweite Tag wurde voll und ganz der INVL gewidmet. Die Anwesenden erfuhren bei diversen Meetings interessante Fakten zur Geschichte Litauens und insbesondere welche Rolle diese im Unternehmen spielt. Des Weiteren wurde die drei Flaggschiff-Fonds vorgestellt, welche in den kommenden Wochen auch in Deutschland erworben werden können. Nachmittags fand eine Tour durch das Künstlerviertel Užupis statt. Užupis bedeutet  „jenseits des Flusses“ und hat sich zu einem begehrten Wohnquartier für die städtischen Künstler und ihre Bohème entwickelt. Hier befinden sich zahlreiche Kunstgalerien, Workshops und Cafés. Mitunter wird Užupis mit dem Künstlerviertel Montmartre in Paris verglichen, mit dem auch eine Partnerschaft besteht. Deutlich spürbar wurde für die Teilnehmer  der Gemeinschaftssinn, welcher durch Kunst und Feste von den Künstlern des Viertels verstärkt wird.

Bei einem anschließenden Abendessen war dieser wohl auch auf die Reisenden übergesprungen, denn es ergaben sich zahlreiche interessante Gespräche untereinander.  Des Weiteren scheint Litauen nicht nur auf dem Finanzmarkt erfolgreich zu sein,  auch auf dem Basketballfeld machten die Litauer – zumindest an diesem Tag eine gute Figur und gewannen mit 67:64 gegen Serbien im Halbfinale der Europameisterschaft. Am dritten Tag ging es zu einem gemeinsamen Biertasting. Und anschließend bei schönem Wetter durch die Altstadt Litauens, welche übrigens zum UNESCO-Kulturerbe zählt. Ein beinahe märchenhafter Blick mit barocken Kirchen und dem staatlichen Burgberg. Der Tag endete bei einem guten Essen und der passenden Atmosphäre zum Informationsaustausch über aktuelle Geschehnisse des Finanzmarktes. Alle Mitreisenden und auch unser Produktmanager David Menger waren begeistert von der einzigartigen Atmosphäre einer wundervollen Stadt. Vor allem aber sehen die Mitreisenden in dem osteuropäischen Markt jetzt viele lukrative Anlagemöglichkeiten.

Die Flaggschiff-Fonds der INVL Asset Management:

Finasta Emerging Europe Bond Subfund

Finasta New Europe Top20 Subfond

Finasta Russia Top20 Subfund

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Besuch eines litauischen Steakhouses


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Meeting im Haus INVL


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Blick über die Dächer von Vilnius

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Ehemaliger Firmename :Finasta Asset Management

Fondsmanager im Fokus: Polnische Banken im Rampenlicht

Vaidotas Rūkas
(Head of Fund Management)

 Die stark volatilen Aktienmärkte scheinen im August wieder zurückgekehrt zu sein. Und es gibt noch keinerlei Anzeichen dafür, dass sie sich bald wieder beruhigen werden.Normalerweise begeben sich Investoren in solchen Zeiten gerne in sicheres Gefilde. Diese Suche gestaltet sich bei den fast ausschließlich roten Yield-to-Date Zahlen der Anlageklassen als äußerst knifflig. Die Central Eastern Europe (CEE) Aktien zeigten sich in der ersten Hälfte des Sommers relativ stabil. Die Situation verbesserte sich sogar nach der letzten Ausverkaufswelle. Die CEE Region schaffte es die entwickelten Märkte zu übertreffen. Wir sehen uns stets in der Verpflichtung für unseren Aktienfonds die best performenden Aktien auszuwählen.

 

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Zuletzt überzeugten uns die polnischen Banken. Diese hatten bisher eher ein schlechtes Jahr und lagen eine ganze Zeit lang unter dem CEE Index. Dies hatte bislang folgende Ursachen: Mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt es zu einer neuen Besteuerung für Banken im kommenden Jahr. Des Weiteren sorgt eine deflationäre Umwelt dafür, dass die Nettozinsmarge weiter sinkt. Außerdem ist die bisher schlechte Entwicklung polnischer Bankaktien auf eine neue Regularien zurückzuführen. Diese zwingt Banken dazu, einen Verlust bei Krediten hinzunehmen, welche in Schweizer Franken dotiert werden. Zusammenfassend führt dies zum Verkauf polnischer Bankaktien und geht mit Kurs-Buchwert-Verhältnissen die zuletzt 2011 und 2009 gesehen wurden einher. Die zwei größten polnischen Banken,  die Bank PKO und  die Bank PEKAO generierten eine Eigenkapitalrentabilität von ca. 12 – 13%. Für das nachrangige Tier 1 Kapital wurde sogar 13 – 17% bemessen.  Dieser Wert kombiniert mit  einer günstigen Bewertung ist und war schon oftmals der Weg zum Erfolg. Mit der richtigen Momentum Strategie kommt dieser Erfolg meist sogar früher.

 

 

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Fondsmanager im Fokus: Die Federal Reserve als Notenbank der Welt

Daniel Hardt

Daniel Hardt 
(Fondsmanager G|D|W)

Nicht ganz überraschend verschob die US-Notenbank Federal Reserve am 17. September die Anhebung der Federal Funds Target Rate auf einen zukünftigen Zeitpunkt und erfüllte damit die Erwartung vieler Anleger sowie Zentralbank-Analysten. Nichtsdestotrotz muss aus heutiger Sicht festgehalten werden, dass diese zögerliche Haltung der Federal Reserve und die als „dovish“ eingeschätzte Stellungnahme an den Kapitalmärkten nicht positiv aufgenommen wurden, da sich damit die Ungewissheit bezüglich des Zeitpunktes der ersten Zinsanhebung noch weiter erhöht.

Obwohl die Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten in den Vereinigten Staaten eine Zinsanhebung aus unserer Sicht schon lange überfällig machen, scheint die Sorge über die unsicheren Aussichten für die globale Konjunktur und insbesondere Chinas ein wichtiger Faktor zu sein. Zumindest fiel die Entscheidung mit neun zu eins überraschend deutlich aus. Das weckt Befürchtungen, dass es um China und viele andere Entwicklungsländer noch schlechter bestellt sein könnte als bislang bekannt, und führte in der vergangenen Woche zu Verlusten an den Aktien- und Rohstoffmärkten. Ein Blick auf die Übersicht der Länder, die laut JP Morgan am meisten bei einem Wirtschaftsabschwung in China aufgrund von Cross-Border-Bankenverbindungen und ausländischen Direkt- sowie Portfolio-Investitionen zu verlieren hätten, liegen Großbritannien, die Vereinigten Staaten und Japan vorne. In Bezug auf Handelsbeziehungen hätten Rohstoffexportnationen (Australien und Brasilien) und die asiatischen Handelspartner (Korea und Taiwan) am meisten zu befürchten.

Die Sorge der Federal Reserve, durch die Anhebung der Zinsen die wirtschaftliche Situation in Ländern wie z.B. China, Brasilien oder der Türkei zu verschärfen, ist nicht ganz unbegründet. Bei steigenden Zinsen in den Vereinigten Staaten werden US-Geldanlagen tendenziell attraktiver und könnten zu weiteren Kapitalabflüssen in den Entwicklungsländern führen. Das wiederum könnte zur Destabilisierung der betroffenen Wirtschaftsregionen führen. Bei dieser Argumentation darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass die nun über Jahre anhaltende Nullzinspolitik in den westlichen Nationen ein wichtiger Grund für den globalen Kapitalzufluss in Asien und Südamerika war. Der Rückfluss des Kapitals könnte daher auch teilweise als Normalisierung verstanden werden, dessen Geschwindigkeit die Notenbanken zwar im Auge behalten, ihn aber nicht gänzlich verhindern sollten.

Ein weiterer wichtiger Faktor in der Entscheidungsfindung der Federal Reserve ist die Inflation. Aufgrund der Tatsache, dass ein starker US-Dollar disinflationäre Tendenzen weiter verstärkt, halten wir es für ungewiss, ob eine erste Zinsanhebung noch im Jahr 2015 erfolgt. Der nächsten Zinssitzung im Oktober wird keine Pressekonferenz folgen und die Sitzung im Dezember wird nur eine Woche vor Weihnachten in einem Umfeld abnehmender Marktliquidität stattfinden. Insgesamt hat die Federal Reserve mit ihrer Entscheidung, die Federal Funds Target Rate unangetastet zu lassen, Druck von vielen Zentralbanken in den Entwicklungsländern genommen und gleichzeitig die Lage der Bank of Japan und der Europäischen Zentralbank verkompliziert. Letztere hat schon in Person von EZB-Notenbankchef Mario Draghi verlautbaren lassen, dass sie grundsätzlich zu weiteren geldpolitischen Lockerungen bereit sei, sollten die globalen Abwärtsrisiken die Inflationsaussichten weiter schwächen.

Wochenrückblick KW 37

Marktkommentar: Monday Blues – VW sorgt für trübe Stimmung

Die Entscheidung der Fed, den US Leitzins weiterhin auf dem rekordnierdigen Niveau zu belassen, bestimmt weiterhin das Geschehen an den Börsen. Besonders am letzten Freitag waren die Konsequenzen zu spüren: Der Dow Jones ging mit über 1,7% Verlust in das Wochenende, der S&P500 verlor 1,6%. Auch an der deutschen Börse war die Stimmung geknickt – der DAX gab zum Wochenende rund 2% nach.

Zum Wochenanfang ist die Stimmung weiterhin betrübt. Das Hauptaugenmerk am Montagmorgen liegt auf dem Wolfsburger Konzern Volkswagen, welcher auf Grund massiver Abgas-Manipulation in den USA nun vor einer Milliarden-Strafzahlung steht. Die Aktien von VW brachen am heutigen Morgen rund 17% ein und zogen damit nicht nur die deutsche Automobilbranche (BMW: -4%, Daimler: -3,8%) in die Tiefe, sondern auch den gesamten DAX (aktuell -0,6%).

Diese Woche im Rampenlicht: Am Mittwoch werden die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe in der Euro-Zone veröffentlicht. Die Erwartungen gehen weit auseinander: Manche Experten rechnen mit Signalen für eine Konjunkturerholung. Andere wiederum rechnen mit einem Rückgang der Stimmungsbarometers von 52,3 auf 51,5 Punkte.

Keine Zinserhöhung in den USA – Anleger: „Fed Up“?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Entscheidung der Fed, den US Leitzins auf Grund von „globalen Faktoren“ weiterhin niedrig zu halten, verursachte weltweit große Verwirrung. Statt Kauflaune aus Freude über weiterhin günstige Kredite in den USA, herrscht Unsicherheit auf den Märkten. Die gestrigen Neuigkeiten durch die Fed gaben keinerlei Aufschluss darüber, wie die Entscheidung bei der nächsten Fed Sitzung ausfallen mag.

Der DAX startete heute morgen mit -1,2% in den Handel und konnte sich bisher nicht wirklich erholen. Auch in den USA wurde die Bekanntmachung durch Fed-Chefin Janet Yellen gestern Abend eher verhalten aufgenommen, sodass der Dow Jones gestern Abend mit einem Minus von 0,39% aus dem Handel ging.

Dem gegenüber stehen die positiven Vortagesergebnisse des chinesischen Shanghai Composite Index, welcher am gestrigen Tag um rund 0,4% stärker schloss.

OIFs: Junge Objekte bevorzugt

Das Objektalter hat einen wesentlichen Einfluss auf die Vermarktbarkeit und den Wert von Immobilien. Das Gros der offenen Immobilienpublikumsfonds weist ein vergleichsweise junges Portfoliodurchschnittsalter auf.

 

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Investmentfonds statt Lebensversicherung

DVFA-Umfrage:

Lebenpolice ohne Garantiezins künftig kein zentraler Baustein der Geldanlage mehr. Andere Produkte sind beliebter. Passend dazu feiert Fondsbranche neuen Rekord.

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