Wochenrückblick KW 4

Viele deutsche Aktien rücken auf die Verkaufsliste

Die Wertpapiere von K+S, Salzgitter und Aixtron sind Beispiele für Aktien, die Anleger jetzt verkaufen sollten. Ein ehemaliger Dax-Wert könnte jetzt sogar seine Mitgliedschaft…

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Quelle: FAZ / 29.01.2016 / Achim Matzke

Fondsmanager im Fokus: Sektorrotation

Daniel Hardt (Fondsmanager Gauly | Dittrich | van de Weyer)

Daniel Hardt (Fondsmanager GDW)

Der starke Preisverfall an den Rohstoffmärkten lenkt aktuell den Fokus vieler Value-Investoren auf die Bewertung von Aktientiteln aus dem Energie- und Rohstoffsektor. Dies ist nicht verwunderlich, angesichts der hohen Kursverluste, die beide Aktienmarktsektoren in den letzten Monaten erfahren haben. So verlor z.B. der globale Sektorindex MSCI World Materials auf Total Return-Basis in US-Dollar in den letzten 12 Monaten ca. 16,9% und der MSCI World Energy sogar ca. 26,6% an Wert. Im gleichen Zeitraum sank der marktbreite Hauptindex MSCI World allerdings nur ca. 7,9%. Viele Investoren stellen sich daher die Frage, wie sich beide Sektoren in Zukunft entwickeln werden und ob bzw. wann sich eine erste Investition lohnen könnte.

Unsere Erfahrungen und Analysen zeigen, dass sich in der Vergangenheit die einzelnen Aktienmarktsektoren in den verschiedenen Phasen des Konjunkturzyklus unterschiedlich erfolgreich entwickelt haben und sich daraus durchaus generelle Muster ableiten lassen. Allerdings werden diese Muster im Zeitablauf immer wieder durch sektorspezifische Ereignisse gestört, die einen signifikanten Einfluss auf die Kursbewertungen haben. Als Portfoliomanager mit einem regelbasierten Investmentprozess schauen wir uns daher die einzelnen Aktienmarktsektoren unter verschiedenen Gesichtspunkten an, um herauszufinden, unter welchen Voraussetzungen ein einzelner Aktienmarktsektor sich in der Vergangenheit am besten entwickelt hat und wo potentielle Gefahren lauern könnten. Dabei spielen neben dem Konjunkturzyklus auch saisonale Ereignisse (wie z.B. das Weihnachtsgeschäft), regionale Begebenheiten (wie z.B. der Atomenergieausstieg in Deutschland) oder bewertungstechnische Aspekte eine Rolle. Besonders letzteres findet in den Medien immer wieder eine große Beachtung, da die Einschätzungen von Aktienkursen mittels Kennzahlen wie z.B. des Kurs-Gewinn-Verhältnisses oder des Kurs-Cash-Flow-Verhältnisses einleuchtend erscheinen und auf mögliche Unter- oder Überbewertungen hinweisen können.

Aus unserer Sicht gibt es keinen „perfekten“ Ansatz, um den richtigen Einstiegzeitpunkt in einen Sektor zu ermitteln. Das Hauptaugenmerk sollte daher auf dem Risikomanagement und der Risikotragfähigkeit eines spezifischen Investors liegen. Nur risikofreudige Anleger, die einen langen Investitionszeithorizont haben, sollten nach unserer Einschätzung überhaupt einen Einstieg in Energie- und Rohstoffaktien in Erwägung ziehen. Sie müssen sich allerdings des Risikos bewusst sein, dass historisch gesehen der Erdölpreis immer mehrere Jahrzehnte benötigte, um sich von Korrekturen nachhaltig zu erholen. Darüber hinaus sind Energie- und Rohstoffaktien nach unseren Analysen nicht die zu bevorzugenden Aktiensektoren in Phasen konjunktureller Schwäche. Für weniger risikofreudige Investoren bevorzugen wir aktuell weiterhin Technologieunternehmen und Aktien aus dem Bereich Basiskonsumgüter, die auf Momentumbasis nach unserem regelbasierten Ansatz den anderen Sektoren weiterhin überlegen sind. Technologieunternehmen profitieren obendrein von einer hohen Nachfrage am Kapitalmarkt, deren Ende zwar schon prophezeit wird, allerdings noch nicht erreicht zu sein scheint. Der Basiskonsumgütersektor ist dagegen nach unseren Analysen einer der stabilsten Wirtschaftsbereiche am Ende eines Konjunkturzyklus.

Fondsmanager im Fokus: Konsumorientierte Investments der CEE-Region auf lange Sicht

Vaidotas Rūkas

Vaidotas Rūkas (Head of Fund Management INVL Asset Management)

Trotz der konstanten politischen und ökonomischen Probleme der EU scheint der Kerngedanke der EU, der politische und wirtschaftliche Zusammenschluss der Mitgliedsstaaten, sehr gut zu funktionieren. Die untenstehende Grafik veranschaulicht, dass seit der EU-Osterweiterung vor 10 Jahren sich die Einkommen teilweise verdoppelt haben. In Litauen beispielsweise lagen 2005 die Nettoeinkommen bei nur knapp 11% der Einkommen deutscher Angestellter. Mittlerweile ist die Differenz zwischen neuen Mitgliedstaaten und den EU-Gründungsstaaten zwar nach wie vor hoch, doch bei weitem geringer, als noch vor 10 Jahren.

Die Gehaltsunterschiede zwischen den einzelnen EU-Mitgliedern werden auf lange Sicht gesehen immer geringer. Gerade für Investitionen, die auf Konsumenten abgestimmt sind, hat dies enorme Vorteile. Auch durch die historisch niedrigen Energiepreise wird diese Entwicklung beflügelt. Die Ausgaben für Non-Food-, Immobilien- und Transportmarkt steigen rapide  und es nicht abzusehen, dass dieser Trend in den kommenden Jahre abflacht. Auf Grund aktueller Ausverkäufe an den Aktienmärkten entstehen alternative Investitionsmöglichkeiten:  Die Bereiche Tourismus, Freizeit und Einzelhandel bieten sich als günstige Gelegenheiten mit annähernd zweistellige Wachstumsraten. Es ist daher kaum verwunderlich, dass diese Sektoren rund 25% des CEE-Aktienportfolios von INVL ausmachen.

Durch Wetten auf die Banken- und Versicherungsbranche ist es möglich, indirekt an steigendem Konsumverhalten zu partizipieren. Polnische Banken beispielsweise handeln aktuell zum geringsten Kurs-Buchwert-Verhältnis seit März 2009.

Source: Eurostat – “Net earnings, single person without children, 100% of AW”

Source: Eurostat – “Net earnings, single person without children, 100% of AW”

 

Ein Sommermärchen für Goldförderer

In Gold aus Südafrika zu investieren, galt vielen Investoren lange Zeit als zu riskant. Doch nun machen die hohe Preis des Edelmetalls und der schwache Kurs des südafrikanischen Rand das Goldschürfen wieder…

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Quelle: FAZ / 27.01.2016 / Claudia Bröll

 

FondsKongress 2016

Die ersten Mitarbeiter sind bereits in Mannheim eingetroffen und bereiten unseren Messestand für morgen und Donnerstag vor. Wir freuen uns auf zwei Tage FONDS professionell KONGRESS in Mannheim, dieses Jahr mit Bonafide aus der Schweiz und INVL aus Litauen. Schauen Sie gerne an unserem Stand auf Ebene 2, Stand Nummer 151 vorbei.
Wenn Sie auch noch am zweiten Tag vor Ort sind, so lassen Sie sich den Vortrag unseres Vorstands Achim Denkel zum Thema „Neue Fondsperlen: Osteuropa & Fischzucht!“ nicht entgehen.

 

Datum:   Donnerstag, den 28.01.2016

Zeit:        15:55 Uhr

Raum:     Saal 12

 

Wir freuen uns auf Sie!

Chinas Börse bricht schon wieder ein

Schon wieder Börsenturbulenzen in China: Der Aktienindex CSI 300 ist am Dienstag um rund sechs Prozent eingebrochen. Die Werte stürzten auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr. Hintergrund sind die…

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Quelle: Süddeutsche Zeitung /dpa / jasch / bbr / 26.01.2016

 

Was ist so schlimm am billigen Öl?

Das billige Öl erfreut die Verbraucher. Doch Förderstaaten und Ölfirmen geraten in Gefahr. Ein Risiko für die…

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Quelle: FAZ / 26.01.2016 / Thomas Klemm

Ölpreis zieht US-Märkte nach unten

An der Wall Street geht es zum Wochenbeginn nach unten. Eine Rekordfördermenge an Öl im Irak befeuert die Sorgen vor einem Überangebot. Zudem halten sich viele…

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Quelle: Handelsblatt / Reuters / 25.01.2016

US-Notenbank und Ölpreise geben Dax-Takt vor

Die Aktienmärkte dürften weiter stark schwanken. Die entscheidende Frage: Wie reagieren die US-Währungshüter auf die Turbulenzen? Impulse dürfte die Berichtssaison…

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Quelle: Handelsblatt / Reuters / dpa / 25.01.2016