Wochenrückblick KW8

Diese neun Aktien müssen Sie kennen

Nur wenige europäische Standardwerte sind noch in der Hausse. Dazu gehören Profiteure der Brexit-Diskussion und ein bekannter…

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Quelle: FAZ / 26.02.2016 / Achim Matzke

Fondsmanager im Fokus: Das Performancemärchen

Vaidotas Rūkas

Vaidotas Rūkas

Nach einem Jahr ohne nennenswerte Renditen, weder in den großen Risikoklassen, noch in den größten Regionen, könnte sich der ein oder andere fragen, ob es nötig ist seine eigene Investmentstrategie zu überdenken. Die meisten Investoren geben auf solch eine Frage die Antwort: Es wird eine langfristige Investmentstrategie verfolgt. In den letzten Jahren befanden sich viele Investoren jedoch in einem Dilemma: Entweder sie nehmen die stärkeren Aktien aus dem Westen, welche aber auch wesentlich teuer sind oder sie nehmen die schwächeren, aber wesentlich günstigeren Aktien aus den Emerging Markets.

Wir möchten nicht auf die Probleme der Emerging Markets eingehen, da jeder weiß, dass es eine Menge davon gibt. Fakt ist allerdings, dass es nötig ist, dass Aktien aus dieser Region günstiger werden müssen, um attraktiv zu bleiben bzw. zu werden. Leider werden die Probleme einiger weniger Emerging Market-Länder auf alle verallgemeinert. Nehmen wir beispielweise Zentral- und Osteuropa: Großer Importeuer von Rohstoffen, schwache Bindungen zur schwächelnden chinesischen Wirtschaft, relativ entwickelt, stabile Region. Allerdings ist der osteuropäische Markt natürlich nicht gänzlich frei von der schleppenden globalen wirtschaftlichen Entwicklung, auch vor der Krise. Investitionen sind immer auch ein Spiel nach der Suche nach Alternativen. Hier möchten wir Ihnen zwei Beispiele nennen, um die Unterschiede sehen zu können.

Wohlgemerkt, die letzten Jahre verliefen nicht gerade gut für CEE-Aktien. Die Performance war vor allem durch die globale Wirtschaft beeinflusst und auch die großen Indizes wurden durch ein paar wenige Blue-Chips im Rohstoffsektor getrieben. Darüber hinaus durchlief die Region eine schwere Zeit, mit großen Veränderungen der wirtschaftlichen Umwelt. U.a. der Abbau des Fremdkapitals, die Ausbalancierung des Haushalts und die Stabilisierung der gesamten Wirtschaft. Durchgeführt wurden die Veränderungen im Old Fashioned Style mit wenig kreativen Interventionen seitens der Zentralbanken. Leider konnten dadurch keine so großen Wachstüme wie noch zu Zeiten vor 2008 verzeichnet werden, allerdings wurden durch die Veränderungen die Weichen für die Zukunft gestellt. Nichts desto trotz ist das Potential nach wie vor vorhanden, da die Aufholjagd nach dem westeuropäischen Lebensstandard nach wie vor in Prozess ist.

Zusammenfassend ist zu sagen: Die CEE Region ist wesentlich günstiger als die Alternativen aus dem Westen, stabiler und ausgereifter als vor der Krise. Der Bullenmarkt blockiert die westlichen Aktienmärkte und die aktuelle Situation bietet lediglich geringe bis negative Returns, bei zugleich hohen Bewertungen. Auf kurze Sicht, sehen Investoren nur die umgebenden Probleme, aber auf lange Sicht gesehen ist die Antwort: Kaufe günstig!

 

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Fondsmanager im Fokus: Zeit zum Durchatmen?

Daniel Hardt (Fondsmanager Gauly | Dittrich | van de Weyer)

Daniel Hardt (Fondsmanager GDW)

Die letzten beiden Wochen bescherten vielen Investoren die erste Möglichkeit in diesem Jahr, um ein wenig durchzuschnaufen. Risikobehaftete Anlagen wie z.B. Aktien konnten einen Teil ihrer Verluste seit Jahresbeginn zurückgewinnen und so den ersten, kleinen Optimismus im Jahr 2016 verbreiten. Dieser steht zugegebenermaßen auf wackeligen Beinen, da Einfluss und Wahrheitsgehalt von Nachrichten aus China und den Rohstoffmärkten hinsichtlich der globalen Konjunktur weiterhin nur schwer einschätzbar sind. Nichtsdestotrotz hat uns die Geschwindigkeit der Marktkorrektur im Januar sowie die negative Stimmung an den Aktien-, Unternehmensanleihen- und Rohstoffmärkten ein wenig überrascht, obwohl wir bereits von tendenziell überbewerteten Niveaus in vielen Märkten und Regionen ausgegangen waren. Viele Anzeichen deuten aktuell auf ein sich fortsetzendes nervöses Marktumfeld hin, dass auch durch pro-aktive Notenbankpolitik (Ankündigungen Draghis, negative Depositenzinsen in Japan) kaum besänftigt zu werden scheint. Wir gehen folglich davon aus, dass es sich bei den beiden positiven Aktienmarktwochen eher um eine technische Korrektur gehandelt hat, die bei erneut negativen Nachrichten ein schnelles Ende finden könnte.

Für einen aktiven Fondsmanager wie Gauly | Dittrich | van de Weyer, mit regelbasierten Allokations- und Risikobegrenzungsmechanismen, bietet das derzeitige Marktumfeld Herausforderungen und Chancen zugleich. Unser Investmentprozess mit strikter Volatilitätskontrolle in Kombination mit einer Performance-Überwachung auf Portfolioebene ist dabei eine wichtige Voraussetzung, um Verluste begrenzen zu können. Diese Sicherungsmechanismen kamen in diesem Jahr in unseren Mandaten allerdings noch nicht zum Einsatz, da durch hohe Diversifikation und niedrigere Aktienquoten bereits im Jahr 2015 das Portfoliorisiko reduziert worden war. So haben wir schon im Sommer 2015 unsere High-Yield-Anleihen verkauft. Hilfreich war dabei auch unsere Fundamentalanalyse zur Bestimmung des Aktienmarktuniversums, wodurch einzelne Märkte, insbesondere im Bereich der Emerging Markets, aufgrund ihrer hohen systematischen Risiken bereits frühzeitig aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen worden sind.

Trotz dieser Allokationsansätze und Risikobegrenzungen haben auch wir einen Rückgang der Wertentwicklung im Fonds nicht gänzlich vermeiden können. Unser Publikumsfonds Multi-Asset Global 5 liegt per 22. Februar in der Wertentwicklung bei ca. -1,5% für das Jahr 2016. Neue Anlagechancen sind aktuell zwar rar, aber durchaus vorhanden. So zeigen uns unsere risikogewichteten Indikatoren eine gewisse Stabilität in einzelnen Märkten an. Das systematische Risiko eines „Brexits“ hat dabei eine Anlage im britischen Aktienmarkt verhindert. Die begrenzte Aktienquote von aktuell nur ca. 5% wird über paneuropäische und japanische Aktien umgesetzt. Darüber hinaus sind Staatsanleihen mit ihrem robusten Trend seit Sommer 2015 trotz ihrer hohen Bewertung ein wichtiger Baustein in unserer Allokation.

Entgegen der tendenziell skeptischen Einschätzung des heutigen Marktumfelds und der weiteren Entwicklung der globalen Konjunktur wollen wir jedoch eine signifikante Erholung im Jahresverlauf nicht ausschließen. Unsere Erfahrungen zeigen uns, dass insbesondere ersteres sehr stark von menschlichen Verhaltensmustern (Stichwort Behavioral Finance) abhängt und eine starke Eigendynamik entwickeln kann. Es lohnt sich daher, den Blick auf Anlagechancen nicht gänzlich zu verlieren.

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Quelle: FAZ / dpa / 24.02.2016

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Gefahr an den Märkten ist noch nicht gebannt

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