Donald Trump als Unsicherheitsfaktor der Kapitalmärkte?

Tom Pansegrau, Fondsmanager

Tom Pansegrau, Fondsmanager

Letzte Woche schien der US Wahlkampf so gut wie entschieden. Durch seine frauenfeindlichen Äußerungen hat Trump sich zunehmend ins Abseits gebracht. Nachdem nun jedoch die E-Mail-Affäre um Clinton neu aufgerollt wird, bekommt Trump wieder Rückenwind. In den meisten Umfragen liegt Clinton mittlerweile nur noch knapp vor Trump.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Kapitalmarkt wider. Die Märkte waren in Anbetracht des richtungsweisenden Ereignisses in letzter Zeit ungewöhnlich ruhig. In den letzten Tagen hat die Unsicherheit – gemessen an der impliziten Volatilität – aber merklich zugenommen. Ein möglicher Präsident Donald Trump wird im Allgemeinen als großer Unsicherheitsfaktor betrachtet.

Für den Berenberg DyMACS Volatility Premium bedeutet dieses unsichere Marktumfeld erhöhte Prämieneinnahmen und, im Gegensatz zu vielen anderen Investments, gute Aussichten für positive Renditen.

Hamburg Finance Forum ’16 lädt ein

Die Gefahr politischer Polarisierung in Deutschland, geopolitische Verwerfungen in einer globalisierten Welt in Kombination mit der ungewissen Zukunft des gemeinsamen europäischen Wirtschaftsraums sowie die anhaltend expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank mit ihren Auswirkungen auf die Kapitalmärkte Europas und die Anreizstrukturen für Investoren stellen alle Kapitalanleger vor große Herausforderungen. Ob in der Verwaltung von Stiftungsvermögen, im betrieblichen Asset Management oder in der privaten Vermögensverwaltung − klassische Anlagestrategien erfüllen häufig nicht mehr die Ertragsanforderungen institutioneller Anleger.

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Programm ->

OrtPatriotische Gesellschaft
AdresseTrostbrücke 4-6, 20457 Hamburg
RaumKirchhof-Saal
Termin10.11.2016
Uhrzeit10:00 – 17:00 Uhr
Teilnahme150€

US-Wahlen: Wirklich alles in trockenen Tüchern?

Markus van de Weyer, GAULY | DITTRICH | VAN DE WEYER Asset Management

Markus van de Weyer,
GAULY | DITTRICH | VAN DE WEYER
Asset Management

Am 8. November 2016 wird in den Vereinigten Staaten gewählt. Formal gesehen, werden an diesem Tag nur die Wahlmänner bestimmt, die im Dezember den Nachfolger des aktuellen US-Präsidenten Barack Obama wählen werden. Dennoch wird sich an diesem Tag abzeichnen, wer in den kommenden vier Jahren das höchste Amt in den Vereinigten Staaten ausüben darf.

Nach den neuesten Umfragen liegt die Demokratin Hillary Clinton zum Start der heißen Wahlkampfphase recht klar vor dem Republikaner Donald Trump. Die Erhebungen von CNN, American Research Group, YouGov/Economist & Co. zeigen einen Vorsprung von 5-10% für Hillary Clinton. CNN folgert daraus sogar eine Wahrscheinlichkeit von 93%, dass Hillary Clinton am Ende des Jahres die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten sein wird.

Hillary Clinton ist auch die Favoritin vieler US-Unternehmen und Kapitalmarktakteure. Für eine Mehrzahl der Investoren ist sie die Kandidatin, die für Stabilität und Kontinuität steht und deshalb spielt es auch kaum eine Rolle, dass in ihrem Wahlprogramm eine stärkere Regulierung des Finanzsystems, ganz speziell des Schattenbankensystems, zu finden ist. Dies könnte auch damit zusammenhängen, dass ihre Kritiker immer wieder darauf hinweisen, dass ihr Wahlkampf aus Spenden dieses Sektors finanziert ist und sie somit sehr behutsam mit der Banken- und Hedgefonds-Industrie umgehen wird. Eine schwierigere Phase dürften dagegen Pharmaunternehmen erleben, deren hohe Gewinne ein Dorn in Clintons Augen sind. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die Aktienmärkte aufgrund der Aussicht auf einen Sieg der Demokratin erst einmal unterstützt bleiben dürften, im Falle ihres Sieges aber unter Umständen einen „buy-the-rumour-sell-the-fact“ Moment, also Gewinnmitnahmen, durchlaufen müssen. Für das Jahresende könnte sich ein Sieg Hillary Clintons aber sicherlich positiv auf die Aktienmarktaussichten auswirken.

Ganz anders sieht der Fall bei Donald Trump aus. Der republikanische Kandidat fällt durch seine radikalen Pläne auf, von denen auch die US-Notenbank Federal Reserve nicht ausgenommen ist. Seine Abneigung gegenüber Federal Reserve Präsidentin Janet Yellen machte er mehrmals publik und unterstellte ihr, die Zinsen künstlich niedrig halten zu wollen, um dem „politischen Feind“ einen Vorteil zu verschaffen. Mit seinem Wahlsieg würde somit die Zukunft Janet Yellens in Frage gestellt und nach seinen Plänen eine Erhöhung der Leitzinsen überfällig sein. Auch andere wirtschaftliche Gedankenspiele Trumps, wie z.B. die Neuaushandlung von „Deals“ mit China oder einen Staatsschuldenschnitt der USA, um die Verschuldung einzudämmen, lassen aufhorchen und bedeuten radikale Veränderungen.

Was passiert aber nun, falls Donald Trump überraschenderweise doch gewinnen sollte?

Die Umfragen lassen zwar einen solchen Ausgang in weite Ferne rücken, dennoch erinnern wir uns noch lebhaft an den Ausgang des britischen Referendums über den Verbleib in der Europäischen Union (Brexit). Auch hier hatten die Umfragen und die Wettbüros ein anderes Resultat vorhergesagt und erst im Nachhinein wurde festgestellt, dass die Umfrageergebnisse und die Quoten der Wettbüros durch das finanzstarke und europafreundliche London stark verzerrt wurden. Der Ausgang des Referendums führte zu kurzfristigen, aber dennoch erheblichen Kurseinbrüchen an den Aktien- und Kreditmärkten.

Würde ein Wahlsieg Donald Trumps ähnliche Folgen haben?

Wir befürchten, dass es noch schlimmer kommen könnte. Der mexikanische Peso, der aufgrund Donald Trumps Attacken auf Mexiko gerne als Stimmungsbarometer für den Wahlausgang genommen wird, deutet darauf hin, dass auch am Kapitalmarkt die meisten Akteure von einem Wahlsieg Hillary Clintons ausgehen. Diese würden im Falle eines Erfolges des Republikaners – wie im Juni nach dem Brexit- Referendum – auf dem falschen Fuß erwischt werden. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass Donald Trump nach einem Wahlsieg erste Taten zur Einlösung von Wahlversprechen folgen lassen würde und sich somit keine Phase der kollektiven Leere, die im Falle des Brexits den Raum für eine radikale Kurserholung hinterließ, anschließen würde.

Wie weit könnten die Aktienmärkte einbrechen?

Dies ist fast unmöglich zu prognostizieren, da es auf die Wortwahl und das Ausmaß des Tatendrangs eines neuen Präsidenten Trumps ankommen würde. Als Wirtschaftsmann hat Donald Trump bewiesen, dass er auch weniger radikal und weitsichtiger agieren kann. Als Präsident würde er von einer Legislativen sowie einer Judikativen abhängig und somit in seinem Handeln beschränkt sein. Im Falle eines (verbal) stürmischen Beginns würden aus unserer Sicht die Aktienmärkte mit hoher Wahrscheinlichkeit die Jahrestiefs aus dem vergangenen Februar ins Visier nehmen. Auf lange Sicht wäre ein rebellischer Präsident, der sich in kontinuierlichen Grabenkämpfen mit Senat und Repräsentantenhaus befindet sowie unkontrolliert Kampfansagen an den globalen Handel macht, als dessen Verlierer Donald Trump die Vereinigten Staaten sieht, aber das größte Risiko.

Global Ports Investment – Russlands großer Hafenkonzern steht kurz vor dem Turnaround

 

Quellen: Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik, Leibniz

MOSKAU – Als der russische Hafenbetreiber Global Ports Investment* 2011 in London an die Börse ging, erschienen seine Wachstumsaussichten blendend. Der Welthandel boomte, und der russische Überseehandel wies außerordentlich hohe Zuwachsraten auf. Von 2000 bis 2010 stieg der Containerumschlag in Russlands Häfen um durchschnittlich 18,6% im Jahr – und damit so stark wie in keiner anderen Wirtschaftsregion weltweit.

Seither hat sich Global
Ports* noch weiter vergrößert. 2013 stieg der Konzern mit der Übernah- me des Konkurrenten National Container Com- pany (NCC) endgültig zum größten Hafenbe- treiber Russlands und Osteuropas auf. Die Gesellschaft besitzt und verwaltet inzwischen vier Containerterminals an der russischen Ostseeküste, den russischen Fernosthafen Wostotschny nahe der chinesischen Grenze und zwei Häfen in Finnland (Helsinki und Kotka) mit einem jährlichen Gesamtumschlag von über 4 Mio. Standardcontainern.

Sanktionen sorgen für Schifffahrtskrise

Die Aktionäre haben von diesem Expansionskurs bisher allerdings nicht profitiert. Stattdessen rutschte der Aktienkurs seit dem Börsengang um mehr als 80% ab; der Börsenwert von Global Ports Investment* liegt inzwischen nur noch bei rund 570 Mio. USD. Denn die einstmals florierende globale Containerschifffahrt stagniert seit einigen Jahren nur noch. In Russland selbst macht der Seehandel wegen der politischen Spannungen und der sanktionsbedingten Rezession sogar eine schwere Krise durch. Russlands Exporte blieben in den letzten Jahren zwar größtenteils konstant, die Importe litten aber schwer unter dem gefallenen Rubel-Kurs und unter der nachlassenden Binnennachfrage. So verringerte sich der Umsatz von Global Ports* 2015 um 28% auf 406 Mio. USD und ging im ersten Halbjahr 2016 um weitere 24% auf nur noch 164 Mio. USD zurück. Dabei fiel die durch- schnittliche Auslastung der konzerneigenen Häfen auf unter 50%.

Angesichts solcher Rahmenbedingungen verwundert es nicht, dass Global Ports* in den letzten Jahren auch ergebnisseitig keine besonders gute Figur machte. So wies das Unternehmen 2014 und 2015 Jahresverluste von jeweils 197 Mio. USD und 33,7 Mio. USD aus. Der ernüchternde Eindruck dieser Verluste relativiert sich erst, wenn man einen zweiten Blick in die Bilanz wirft, denn die hohen Fehlbeträge kamen in beiden Jahren überwiegend durch Sonder- und Einmaleffekte zustande. 2014 etwa musste der Konzern wegen des Rubelverfalls einen gewaltigen Wechselkursverlust von 418,5 Mio. USD hinnehmen. 2015 sorgte der Rubel dann für einen weiteren Wertberichtigungsbedarf in Höhe von 151 Mio. USD; und daneben wurden außerdem noch Abschreibungen in Höhe 46,7 Mio. USD auf Gebäude und Anlagen vorgenommen. Insbesondere die Wechselkursproblematik wird dieses Jahr aber wegfallen, denn der RUB ist seit Jahresbeginn gegenüber dem USD bereits um 17% und gegenüber dem EUR um 16% gestiegen.

Präsenz in der Ostsee

Präsenz in der Ostsee

Operativ weiterhin profitabel

Operativ hat Global Ports* auch in den schwierigen letzten Jahren immer noch Geld verdient. 2014 lag der operative Gewinn bei 279 Mio. USD, 2015 bei 185 Mio. USD und im ersten Halbjahr 2016 immerhin noch bei 112 Mio. USD. Das gelang der Gesellschaft vor allem durch eine strikte Kostenkontrolle. So wurden die operativen Kosten 2015 um 24% und im ersten Halbjahr 2016 um weitere 18% gedrückt, so dass die EBITDA-Marge auch zuletzt noch bei auskömmlichen 68% lag. Und da die Hafenanlagen des Konzerns durchwegs in einem guten Zustand sind, konnten auch die Investitionsausgaben erheblich zurückgefahren werden. Im Jahr 2013 wandte Global Ports* noch rund 70 Mio. USD für Investitionen auf, im abgelaufenen ersten Halbjahr begnügte sich der Konzern dage- gen nur noch mit 4,6 Mio. USD.

Rückendeckung durch einen Großkonzern

Da Global Ports* auch in der Krise noch positive Cashflows erzielt, gelang es dem Konzern auch, seine Verschuldung weiter abzutragen. Seit dem NCC-Zukauf im Jahr 2013 wurde die Nettoverschuldung um 342 Mio. auf 1,0 Mrd. USD verringert. Daneben wurden die Fälligkeiten durch die Emission neuer USD-Anleihen deutlich nach hinten gestreckt. Das Verhältnis der Nettoschulden zum EBITDA hat sich dadurch inzwischen auf akzeptable 4,0 verringert.

Ein wenig bedenklich ist allerdings der mittlerweile niedrige Kassenbestand. In der letzten Halbjahresbilanz standen liquiden Mitteln in Höhe von 183 Mio. USD kurzfristige Verbindlichkeiten von 123 Mio. USD gegenüber, so dass die Gesellschaft nur noch über eine Nettoliquidität von 60 Mio. USD verfügte. Dieser Betrag deckt noch nicht einmal die operativen Kosten eines halben Jahres ab, was kurzfristig die Beweglichkeit des Unternehmens erheblich einschränkt. Wir gehen allerdings nicht davon aus, dass aus dieser Lage ein Liquiditätsengpass entstehen wird, denn das Unternehmen verfügt über eine ausreichende Bonität (Moody’s: Ba3) und einen guten Zugang zu den westlichen Kapitalmärkten. Letzteres wird nicht zuletzt durch den Großaktionär APM Terminals gewährleistet, der 30,75% der Global-Ports*-Anteile hält und hinter dem der dänische Schifffahrts- und Logistikriese A.P. Moller-Maersk steht.

Erholung im zweiten QuartalContainerumschlag - Global Ports

Ertragsseitig dürfte sich die Situation in den nächsten Jahren ohnehin aufbessern. Zum einen werden Belastungsfaktoren wie die Wechselkursverluste oder der Abschreibungsbedarf auf Anlagen, die zuletzt für hohe Verluste gesorgt haben, in Zukunft nicht mehr zum Tragen kommen oder zumindest stark an Bedeutung verlieren. Zum anderen kommen aus Russland verstärkt wieder positive Konjunktursignale. Zwar rechnen die meisten Volkswirte damit, dass Russlands Wirtschaft nach dem dramatischen BIP-Einbruch um 3,7% im Jahr 2015 auch im laufenden Jahr nochmals leicht schrumpfen wird. Einige wichtige Indikatoren wie etwa die Einkaufsmanagerindizes für den Servicesektor und für das produzierende Gewerbe deuten aber schon seit mehreren Monaten auf eine spürbare Erholung hin. Dies dürfte sich auch auf die für die Containerbranche sehr wichtige Verbrauchernachfrage bald positiv auswirken. Erste Anzeichen für eine Erholung gibt es bereits. So ist Russlands Containerumschlag im zweiten Quartal erstmals nach sieben Quartalen wieder leicht gestiegen (siehe Grafik).

Order-Details

Unser Fazit: Die Aktie von Global Ports Investment* ist wegen der dünnen Kapitaldecke des Unternehmens kein klassischer Value-Wert. Dem Titel könnte aber eine starke zyklische Erholung bevorstehen, da sich die Lage im russischen Transport- und Schifffahrtssektor wieder aufbessert. Global Ports Investment* ist operativ profitabel und hat seine Kostenstruktur in den letzten Jahren deutlich verbessert. Dementsprechend gehen die meisten Analysten bereits für dieses Jahr wieder von einer Rückkehr in die Gewinnzone aus. Die Aktie ist zudem auf Basis
der Marktprognosen günstig bewertet. Das KGV auf den für 2017 erwarteten Gewinn liegt aktuell lediglich bei 5,2. Zu beachten ist, dass Global Ports* vergleichsweise stark vom Rubel-Wechselkurs abhängt, da der Konzern einen nicht unerheblichen Teil seiner Schulden in Fremdwährungen aufgenommen hat.

*Hinweis nach § 5 FinAn-VO: Die Aktie befindet sich im AvH Emerging Markets Fonds (WKN: A1145G), der von der I.C.M. InvestmentBank AG gemanagt wird und dabei von der EM Value AG, die von Florian Schulz geleitet wird, beraten wird. Daraus können sich Interessenskonflikte ergeben.

 

Qualitative Wandelanleihen mit dem H & A Wandelanleihen Europa

Hauck & Aufhäuser Logo

Der H & A Wandelanleihen Europa

Der Investitionsschwerpunkt des H & A Wandelanleihen Europa liegt bei großen, qualitativ hochwertigen europäischen Unternehmen. Durch den Kauf von Wandelanleihen mit einem Delta zwischen 0,2 und 0,5 versucht der Fonds vom asymmetrischen Risikoprofil der Assetklasse zu profitieren, d.h. einer möglichen Partizipation der Aktienkursgewinne bei gleichzeitiger Wahrung des Anleihencharakters (Bond Floor) bei schwacher Aktienkursentwicklung.

Obwohl der Großteil des Fonds in Wandelanleihen investiert ist, können auch weitere Investments beigemischt werden, welche ein interessantes Chance-/ Risikoprofil aufweisen. Hierzu zählen neben dividendenstarken Aktien auch bonitäts- und renditestarke Unternehmensanleihen aus dem Finanz- und Industriesektor. Wandelanleihen von Deutsche Wohnen, Deutsche Post und Marine Harvest sind die größten Einzelpositionen im Fonds. (Stand: 30.09.2016)

Eine Brücke zwischen China und Deutschland eröffnet Wachstums- und Investitionsmöglichkeiten

Guo Guangchang Executive Director und Chairman von Fosun International Limited

Guo Guangchang Executive Director und Chairman von Fosun International Limited

Hauck & Aufhäuser ist eine traditionsreiche, unabhängige und von unternehmerischem Handeln geprägte Privatbank. Wie fühlen Sie sich nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Akquisition?

Das sind sehr gute Nachrichten – ich freue mich über die positive Entscheidung. Wir sind sehr stolz, ein so wertvolles Asset wie Hauck & Aufhäuser in unserem Portfolio zu haben. Für uns ist dies eine strategische Investition, die uns einen hervorragenden Zugang zu den führenden Volkswirtschaften in Europa ermöglicht und von der wir uns in der Zukunft weitere Investitionsmöglichkeiten versprechen.

Als Fosun im letzten Juli bekannt gegeben hat, Hauck & Aufhäuser übernehmen zu wollen, sagten Sie, die Bank passe auf lange Sicht ausgezeichnet in Ihre Investitionsphilosophie. Was genau meinen Sie damit?

Wir suchen ständig nach langfristigen Investitionsmöglichkeiten und sind starke Verfechter von strategischen Akquisitionen, die für beide Partner – d. h. für Fosun und für die Unternehmen, in die wir investieren – auf lange Sicht Mehrwert schaffen und bessere Wachstumsmöglichkeiten eröffnen. Wir können die Marktposition von Hauck & Aufhäuser in Deutschland und Europa nachhaltig stärken und gleichzeitig Investoren und Unternehmen aus China und anderen asiatischen Märkten sehr Attraktive Anlageperspektiven in Europa eröffnen.

Was ist Ihre wichtigste Botschaft an die Kunden von Hauck & Aufhäuser – was können diese von Fosun als neuem Eigentümer der Bank erwarten?

Fosun legt seinen strategischen Fokus auf die Bereiche Wohlstand, Gesundheit und Zufriedenheit. Als Privatbank mit einer starken Marke und einem klaren Geschäftsmodell verfügt Hauck & Aufhäuser über eine hervorragende Kundenbasis und ein kompetentes Management-Team. Die bestehenden Geschäftsaktivitäten unterstützen wir ausdrücklich. In den kommenden Monaten werden wir die zukünftige Strategie der Bank festlegen. Wir wollen, dass die Bank auch in Zukunft unabhängig bleibt und zu einem noch leistungsfähigeren und gewinnbringenderen Partner wird, als sie es ohnehin bereits ist. Dabei sind wir überzeugt, dass die Kunden von Hauck & Aufhäuser von der neuen Wachstumsstrategie sehr profitieren werden.

Welche Stärken hat Hauck & Aufhäuser in Ihren Augen, und wo sehen Sie die größten Chancen für private und institutionelle Kunden von Hauck & Aufhäuser in Bezug auf die Wachstumspläne von Fosun?

Wir schätzen die lange Tradition, die Unabhängigkeit und die Kompetenz sowie die vertrauensvollen Kundenbeziehungen, die Hauck & Aufhäuser im Laufe der Zeit als unabhängige Privatbank mit einer starken Marke und klarem Geschäftsmodell aufgebaut hat. Die Kunden von Hauck & Aufhäuser werden spürbar von dem Zugang profitieren, den ihnen Fosun zu den enormen Wachstums- und Investitionsmöglichkeiten in China und anderen asiatischen Märkten eröffnen kann. Chinas Wirtschaft erlebt seit Kurzem ein nachhaltiges Wachstum, wobei die Wachstumsdynamik sich verändern wird. Während der enorme Aufschwung in den letzten drei Jahrzehnten vor allem von Baugewerbe, Wohnungsbau, industrieller Produktion und Infrastrukturentwicklung ausging, wird die Wirtschaft in Zukunft vor allem von privatem Konsum getrieben. Das eröffnet ausländischen Investoren zahlreiche weitere Möglichkeiten, ihr Geld anzulegen.

Fosun richtet den strategischen Fokus auf die Bereiche Wohlstand, Gesundheit und Zufriedenheit – wie wird sich das auf die Geschäfte von Hauck & Aufhäuser in Deutschland und Europa auswirken?

In China gibt es eine schnell wachsende wohlhabende und alternde Mittelschicht, die nach mehr Lebensqualität strebt und in einen höheren Lebensstandard investiert. Ich glaube, dass das persönliche Wohlbefinden zu einem entscheidenden Wachstumstreiber für fast die Hälfte der 1,3 Milliarden Chinesen werden wird. Diese Menschen möchten die Welt entdecken, sie wünschen sich Freizeit- und Unterhaltungsangebote, und sie möchten nicht zuletzt ein gesünderes, besseres Leben für sich und ihre Familien. Mit der Unterstützung von Hauck & Aufhäuser können wir Investitionsmöglichkeiten im deutschen und europäischen Markt ausfindig machen, die diese schnell wachsenden Bedürfnisse der chinesischen Mittelschicht berücksichtigen.

Vor Kurzem haben Sie gesagt, dass Sie durch die Brexit-Entscheidung mehr Investitionsmöglichkeiten in Großbritannien und der EU sehen. Wie kann Hauck & Aufhäuser Fosun bei Investitionsvorhaben in Europa und Großbritannien unterstützen, nachdem die Briten sich für einen Austritt aus der EU entschieden haben?

Durch die Brexit-Entscheidung hat sich die Zahl der Investitionsmöglichkeiten erhöht, denn Unternehmen passen sich jetzt dieser Entscheidung an und stellen sich auf eine neue politische und wirtschaftliche Realität in Europa ein. Hauck & Aufhäuser verfügt über ein wertvolles Netzwerk an Kunden und Geschäftspartnern. Dieses können wir nutzen, um Investitionsmöglichkeiten sowohl in Großbritannien als auch in Europa zu erkunden.

China befindet sich auf großer Einkaufstour in Deutschland. Die Reaktionen darauf sind gemischt. Was sagen Sie zu Bedenken z. B. in Bezug auf Technologietransfer oder IT-Sicherheit?

Chinesische Unternehmen haben deutsche Unternehmen schon immer für ihre ausgesprochene Expertise, ihr Wissen und die herausragende Qualität von Produkten und Dienstleistungen bewundert. Deutschland hat eine einmalige Führungsposition, vor allem in den Bereichen Technologie, Fertigung und Industrieproduktion. Diese Führungsrolle wird noch wichtiger mit Blick auf die hoch automatisierte und intelligente Fertigung im Industrie-4.0-Zeitalter. Daher ist das wachsende Interesse chinesischer Unternehmen an Investitionen in Deutschland für mich nicht nur nachvollziehbar und begründet, sondern bedeutet auch große Wachstumschancen für beide Volkswirtschaften. Wir können deutschen Unternehmen den Eintritt in Industriebranchen und Endverbrauchermärkte in China erleichtern. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Investitionen für beide Seiten Vorteile bringen und dazu beitragen, mehr Arbeitsplätze und Wohlstand in beiden Ländern zu schaffen. Und das Wichtigste ist: Hauck & Aufhäuser und Fosun werden dabei als Brücke zwischen China und Deutschland agieren. Das ist eine große Chance für uns.

Welche Rolle spielt Hauck & Aufhäuser bei Fosuns Plänen, für Unternehmen aus Europa, die den Schritt nach China wagen wollen, als Mittler aufzutreten? Wie kann Fosun Kunden der Bank dabei unterstützen, neue attraktive Investitionsmöglichkeiten in China wahrzunehmen?

Wir haben eine lange Historie und große Präsenz in China. Fosun ist seit mehr als 20 Jahren in vielen verschiedenen Branchen erfolgreich gewachsen, und wir haben uns ein großes Netzwerk an Partnern und Kunden aufgebaut. Unsere Anlagestrategie zielt darauf ab, Rendite- und Wachstumsziele vieler global agierender Unternehmen mit der starken Dynamik des chinesischen Marktes zu vereinen. Wir können deutschen und europäischen Unternehmen, die in ihren Heimatmärkten nur noch begrenzte Wachstumsmöglichkeiten haben, helfen, ihr volles Potenzial in China auszuschöpfen. Hauck & Aufhäuser wird eine zentrale Rolle dabei spielen, Unternehmen aus Deutschland und Europa den Zugang zum chinesischen Markt zu erleichtern. Und ich bin überzeugt davon, dass die Verbindung von Fosun und Hauck & Aufhäuser einen großen Mehrwert nicht nur für die bestehenden Kunden der Bank bietet, sondern auch für private und institutionelle Investoren, die wir in Zukunft für uns gewinnen wollen.

Informationen für Anleger in Staatsanleihen der Republik Mazedonien

Effektive Rendite mazedonischer Staatsanleihen mit Fälligkeit 2020 (in EUR). Quelle: Bloomberg

Effektive Rendite mazedonischer Staatsanleihen mit Fälligkeit 2020 (in EUR). Quelle: Bloomberg

Anfang 2016 verfassten wir einen Überblick über mazedonische Staatsanleihen – unserer Einschätzung nach einer der besten Deals in Mittel- und Osteuropa seit Jahren. Jetzt ist der richtige Moment, um auf dieses Balkan-Juwel zurückzukommen.

Im Dezember 2015 hatte die Republik Mazedonien ihre alten Eurobonds getilgt und neue Anleihen mit Fälligkeit 2020 und einer Rendite von fast 5 % ausgegeben. Eine effektive Rendite von 5 % für eine Staatsanleihe mit fünf Jahren Laufzeit bei einem Schuldenstand von unter 40 % erschien für Mittel- und Osteuropa beispiellos. Unsere Überzeugung, dass die mazedonische Wirtschaft viel besser aufgestellt ist als vom Markt wahrgenommen, machte sich hervorragend bezahlt: Die Rendite für 2020 fällige Staatsanleihen ging ohne wesentliche Volatilität von 5 % auf 3,3 % zurück; dies resultierte in einer über 7 %igen Rendite seit unserem Ankauf. Unserer Einschätzung nach hat Mazedonien mit 3,3 % für eine vierjährige Staatsanleihe noch immer einen guten relativen Wert zu bieten.

Mazedonien ist politisch nach wie vor isoliert und hatte einige Schwierigkeiten mit der Durchführung vorgezogener Parlamentswahlen im April und Juni 2016, obwohl die Europäische Kommission einen entsprechenden Fahrplan ausgehandelt hatte.  Im Juli verbuchten die wichtigsten politischen Parteien unter Vermittlung der EU und der USA Fortschritte bei der Einigung für eine neue Wahl und die Festsetzung eines Wahltermins. Ob diese Ergebnisse zu einem echten politischen Fortschritt führen werden, muss sich noch erweisen.

Was sich bereits heute erweist, ist ein gesundes Wachstum der mazedonischen Wirtschaft, das für die nächsten beiden Jahre mit 3 % prognostiziert wird. Darüber hinaus liegt die mazedonische Staatsschuldenquote bei nur 40 % des Bruttoinlandsprodukts, also weit unter dem Median des Peer Ratings (51 % des BIP). Mit ihrer festen Entschlossenheit, die stabile Koppelung des Denars an den Euro beizubehalten, legte die Regierung einen wichtigen Anker für die volkswirtschaftliche und finanzielle Stabilität Mazedoniens. Im Übrigen sind nach wie vor auch Währungsreserven in angemessener Höhe vorhanden.

Nach unserer zusammenfassenden Einschätzung sind die Anleihen in Euro mit Fälligkeit 2020 und 2023 – ungeachtet der eindrucksvollen Leistungen in mazedonischen Staatsanleihen – im Vergleich zu anderen mittel- und osteuropäischen Ländern immer noch lohnend.

Russland-Sanktionen – Es gibt auch Profiteure!

 

RTS Index - 2 Jahre

RTS Index – 2 Jahre

Die USA und Russland haben ihre Gespräche über den Syrien-Konflikt diese Woche ergebnislos abgebrochen. Zugleich erklärte Präsident Putin, das Abrüstungsabkommen zur Beseitigung von waffenfähigem DPlutonium zu beenden.

Damit ist auch die Hoffnung auf ein baldiges Ende der gegenseitigen Sanktionen wieder in weite Ferne gerückt. Viele Investoren übersehen allerdings, dass es in Russland auch einige Branchen und Unternehmen gibt, die von den Wirtschaftssanktionen erheblich profitieren. So erlebt etwa Russlands Agrarwirtschaft seit der Einfuhrsperre für EU-Lebensmittel einen regelrechten Boom. Der russische Landwirtschaftsminister Alexander Tkatschow verstieg sich kürzlich sogar zu der Aussage, dass er auf „weitere fünf Jahre Sanktionen“ hoffe. Daneben blühen auch viele Unternehmen aus der Investitionsgüterbranche auf, da sich Russlands Industrie bemüht, von ihren westlichen Zulieferern unabhängiger zu werden.

Unser Fazit: In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen einen günstig bewerteten russischen Maschinenbauer vor, dem die Russland-Sanktionen und der gefallene Kurs des Rubel eindeutig zugute kommen.

Quelle: EM Value AG

Quantensprünge und Global Player | Fondsnachrichten mit Quint:Essence Capital

Steigt unaufhaltsam: mobiler Datenverkehr

Steigt unaufhaltsam: mobiler Datenverkehr

Willkommen im Quantensprung

Können Sie noch gedruckte Landkarten lesen – oder die berühmten blaugelben Stadtpläne wieder richtig zusammenfalten? Allein die Frage mutet manchem schon so verstaubt an, wie die Idee, zur Klärung einer Wissensfrage in ein 20-bändiges enzyklopädisches Lexikon zu schauen anstatt ins Web. Ihre Familie, Freunde und Bekannten sind mit Ihnen gemeinsam in einer Gruppe auf Whatsapp, Ihr Lokalpolitiker verkündet seine Sicht der Dinge auf Twitter und neueste Fotos bewundern Sie auf Snapchat. Und durch die Stadt führt Sie natürlich Google Maps, installiert auf Ihrem Smartphone. Nein, Sie lesen hier keinen gesponserten Werbetext dieser Anbieter, sondern eine schlichte Zustandsbeschreibung Ihres Alltags. Und sind damit schnell bei der Frage, wer den eigentlich beherrscht. Doch gönnen Sie sich ruhig mal das kostbare Gut „Zeit“ und blättern Sie zurück: Gerade mal 20 Jahre ist es her, dass die ersten Anzeichen der Digitalisierung im Alltag von Normalbürgern auftauchten: Internetnutzung, Navigationssysteme in Fahrzeugen, die Suchmaschine mit „g“ wurde unersetzlich und Wikipedia verdrängte die altehrwürdigen Lexika. Zugleich fand eine Demokratisierung des weltweiten Nachrichten- und Informationsflusses statt. Die alten „Informations-Gatekeeper“ wie Zeitungen, Fernseh- und Radiosender wurden signifikant entmachtet. Und wer prägt stattdessen unsere tägliche Kommunikation? Die Sozialen Netzwerke, ohne die sich die heutigen Kinder und Jugendlichen, die Digital Natives, überhaupt keine Beziehungen mehr vorstellen können. Doch das alles ist erst der Anfang. Die Menschheit steht vor einem beispiellosen Quantensprung. Das „Internet of Things“ greift um sich. Kühlschränke informieren uns, dass keine Milch mehr da ist. Von unserem Fernseher werden wir namentlich begrüßt und sofort mit dem Lieblingssender beglückt, während der Roboter unsere Wohnung staubsaugt. Auf den Straßen fahren die Autos selbstständig. Und auch Unangenehmes erledigt sich leichter:  Künstliche Intelligenz macht’s möglich, immer mehr schwierige oder gefährliche Tätigkeiten an Roboter zu übertragen.

 

Wie sich Zeiten ändern…

Wie sich Zeiten ändern…

Global Player aus dem Nichts

Eines steht schon heute fest: In kürzester Zeit brachte die Digitalisierung „aus dem Nichts“ Unternehmen hervor, die den Giganten der industriellen Revolution von einst in Bezug auf wirtschaftliche Macht und Relevanz für das gesellschaftliche Leben absolut ebenbürtig sind. Google, Facebook, Amazon, Twitter und Apple sind Beispiele von Global-Playern, die nicht nur bereits jetzt unverzichtbare Teile unseres täglichen Lebens geworden sind, sondern es in noch viel höherem Maße in Zukunft sein werden. Längst sind diese Unternehmen auch zu politischen Machtfaktoren geworden, die, weltweit aktiv, Regierungen als Hüter nationaler Gesetze mitunter nicht einmal mehr ernst nehmen. Reich geworden nutzen sie ihre enorme Kapitalbasis zur Forschung und Entwicklung auf den Gebieten Künstliche Intelligenz, Emissionslose Mobilität, Raumfahrt, Internet of Things und Robotics. Einige der in diesen Bereichen tätigen Unternehmen sind hochprofitabel und haben aufgrund ihres Know-hows und ihrer Marktposition hervorragendes Wachstumspotenzial. Natürlich reflektieren die Börsenbewertungen dieser Firmen dieses enorme Potenzial genauso wieder, wie die hohe Volatilität der Papiere das immanente Risiko. Die heutige Marktsituation in diesem Sektor ist jedoch nicht vergleichbar mit der Dot-Com Blase Ende der Neunziger Jahre. Damals wurde fast jedes Papier mit Internetbezug astronomisch hoch bewertet. Reale Umsätze oder Gewinne spielten keine Rolle. Im Gegensatz dazu beurteilt man heute nicht fiktive, sondern tatsächliche Unternehmenszahlen. Wenn ein Unternehmen nach einer solchen Analyse heute hoch bewertet wird, dann deshalb, weil seine Substanz in der Realwirtschaft eine hohe Bewertung rechtfertigt. Im zukunftsträchtigen Bereich der Digitalisierung liegen jedenfalls enorme wirtschaftliche und soziale Chancen, die es anlagestrategisch jetzt zu nutzen gilt.

 

Fels in der Brandung- Quint-Essence Strategy Dynamic

Fels in der Brandung- Quint-Essence Strategy Dynamic

Strategy Dynamic: Megatrends & Megamergers

Der Strategy Dynamic hat nach der starken Performance der vergangenen Monate im September mit einem Anteilspreisrückgang von 1,5 % eine Pause eingelegt. Die bisherige Wertentwicklung des Fonds steht bei 0,26 % seit Jahrsbeginn und ist somit ca. 2,36 % besser als die des DAX. Die negative Preisentwicklung der vergangenen vier Wochen ist fast ausschließlich auf unsere Engagements in Novo-Nordisk und Bayer zurückzuführen. Die Novo-Nordisk Aktie verlor im September nach einer reduzierten Gewinnprognose fast 11 % an Wert. Grund für die geringere Gewinnerwartung war ein stärker als erwarteter Wettbewerb sowie politischer Druck auf die Medikamentenpreise in den USA. Dennoch betrachten wir das Unternehmen aufgrund seiner herausragenden Positionierung mit Blick auf den Megatrend „Diabetes“ langfristig als solides Qualitätsinvestment. Im Strategy Dynamic bleibt Novo-Nordisk deshalb weiterhin mit ca. 4 % gewichtet. Bayer wurde wegen Unsicherheiten um seine geplante Übernahme des in den USA beheimateten Saatgutriesen Monsanto abgestraft. Im Laufe des vergangenen Monats verlor die Aktie fast 7% an Wert. Wir halten Bayer nach wie vor für ein sehr gut aufgestelltes, solides Unternehmen mit einem profitablen globalen Geschäft. Wir erkennen auch, dass eine Verbindung von Bayer und Monsanto und die daraus resultierende Marktmacht große Chancen bietet. Indessen birgt eine Übernahme dieser Größenordnung – Bayer will 66 Milliarden US$ für Monsanto zahlen –  auch erhebliche Risiken. Entsprechend unserer langfristig positiven Meinung von Bayer bleiben wir investiert. Allerdings nicht mehr im bisherigen Ausmaß. Wir haben wegen des gestiegenen Risikos unsere Position in Bayer um ca. 20 % reduziert und gewichten das Papier jetzt mit ca. 4,5 % des Fondsportfolios. Sehr erfreulich hat sich hingegen unsere Apple-Position entwickelt. Die Aktie des zukunftsorientierten Unternehmens leistete mit einem monatlichen Kursanstieg von fast 7 % einen sehr positiven Performancebeitrag. Die Megatrends „Internet der Dinge“ und „E-Mobilität“, werden der Apple-Aktie auch in Zukunft eine überdurchschnittliche Performance bescheren.

 

Investieren mit Gelassenheit- Quint-Essence Strategy Defensive

Investieren mit Gelassenheit- Quint-Essence Strategy Defensive

Strategy Defensive: Werterhalt im Visier

Nach wie vor präsentiert sich das Marktumfeld als äußerst schwierig für Defensive Anleger. Auch der Quint:Essence Strategy Defensive tut sich momentan eher schwer. Im Monat September verzeichnete der Fonds einen Anteilspreisrückgang von 0,31 %. Somit steht die bisherige Jahresperformance des Defensive-Portfolios bei -0,11 %. Im vergangenen Monat haben wir drei neue Positionen im Portfolio etabliert: Mit einer Gewichtung von knapp 0,75 % haben wir eine relativ kurz laufende Staatsanleihe des Stadtstaates Singapur gekauft. Die Anleihe läuft bis April 2018 und ist mit 0,5 % pro Jahr verzinst. Da wir die Anleihe zu einem Discount kaufen konnten (unterhalb des Nennwertes), rechnen wir mit einem Ertrag von ca. 0,75 % pro Jahr. Ein weiterer Neuzugang ist eine Firmenanleihe des Düsseldorfer Traditionsunternehmens Henkel. Das Papier ist in 3 Jahren fällig und zahlt einen Zinscoupon von 1,5 %. Auch dieses Papier kauften wir unterhalb des Nennwertes und erwarten deshalb einen geringfügig höheren Gesamtertrag als die 1,5 % Couponzahlung. Die Gewichtung beträgt gegenwärtig ca. 0,8 % des Fondsportfolios. Dritter September-Neuzugang ist eine Anleihe des Koninklijke KPN N.V Konzerns. Den Konzern könnte man in etwa als niederländisches Äquivalent einer Mischung aus Deutscher Post und Deutscher Telekom betrachten. Die Firmenanleihe hat eine Laufzeit bis September 2028. Wir planen allerdings nicht, das Papier bis zur Fälligkeit zu behalten. Die Anleihe zahlt einen jährlichen Zins von 1,125 % und wurde ebenfalls unterhalb des Nennwertes gekauft. Wir streben hier einen kurz bis mittelfristigen Ertrag im Bereich des Zinscoupons an. Das Papier bietet uns eine Möglichkeit, für eine gewisse Zeit zu einem überschaubaren Risiko einer Negativverzinsung des investierten Kapitals zu entgehen. Wir erkennen gegenwärtig keine Notwendigkeit, größere Veränderungen am Fondsportfolio vorzunehmen und sehen den Quint:Essence Strategy Defensive auf einem guten Weg, sein Anlageziel des Werterhalts bis Jahresende zu erreichen.

Der Zinsentscheid der FED – Marktkommentar zum Berenberg DyMACS Volatility Premium

Tom Pansegrau, Fondsmanager

Der Zinsentscheid der Fed am 21. September dominierte die allgemeinen Marktbewegungen. In Erwartung einer möglichen Leitzinserhöhung stiegen die Zinsen an den Rentenmärkten in Europa und den USA, während Aktien tiefer notierten. Diese Unsicherheit über die künftige Geldpolitik materialisierte sich auch in einem Anstieg der impliziten Volatilitäten von zeitweise über 50% gegenüber Monatsbeginn.

Das Ausbleiben einer Leitzinserhöhung ließ die Rentenmärkte zum Monatsende auf ihr Ausgangniveau zurückkehren. Aktien gingen in eine Seitwärtsbewegung über. Implizite Volatilitäten kehrten zu ihrem niedrigen Ausgangsniveau zurück.
In der Berichtsperiode konnte der Fonds trotz der zwischenzeitlich großen Marktbewegungen und dem Anstieg der impliziten Volatilitäten eine positive Performance erwirtschaften.

Die Marktschwankungen führten zu einem vorzeitigen Schließen von nur drei Positionen. Dies ebnete den Weg für eine Erholungsrallye nach dem Zinsentscheid der Fed. Aktuell prognostizieren unsere Modelle einen Rückgang der Zinsen und einen Anstieg der Aktienkurse. Zum Ende des Berichtszeitraums werden Neuabschlüsse für US-Aktien mit maximalem Exposure und für europäische Aktien mit mittlerem Exposure getätigt; Neuabschlüsse für Zinsen mit minimalem Exposure.

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