Quo vadis, Italia? Quo vadis, Europa?

Carsten Vennemann, Gauly | Dittrich | van de Weyer Asset Management, Frankfurt am Main

Carsten Vennemann, Gauly | Dittrich | van de Weyer Asset Management, Frankfurt am Main

Am kommenden Sonntag stimmt Italien über die Verfassungsreform Matteo Renzis ab. Die Meinungsforscher erwarten eine Ablehnung, das Büro Renzis dementiert gleichzeitig Rücktrittspläne. Die Staatsanleihenmärkte preisen bereits höhere Risiken mit einem Anstieg der 10-jährigen italienischen Staatsanleihen bis auf maximal 2,13% in den letzten Tagen ein. Die Zinsdifferenz zu Bundesanleihen handelt auf dem weitesten Niveau seit der Ankündigung der quantitativen EZB-Geldpolitik in 2014. Europäische Aktien handeln dagegen seit der US-Wahl erstaunlich ruhig und bewegen sich in einer Spanne von gut 2%.

Soweit die aktuelle Lage, was sind nun die Konsequenzen für die Märkte in den nächsten Tagen?

Gewinnt Renzi das Referendum, könnte dies zu einer kurzfristigen Belebung der Aktienmärkte führen, die aber aufgrund der voraussichtlich am 14. Dezember erfolgenden US-Leitzinserhöhung schnell wieder abebben könnte. Nachhaltiger dürfte der Einfluss auf die Staatsanleihenmärkte sein: Ein Durchbrechen der Serie der vergangenen, populistisch geprägten Wahl- und Abstimmungsergebnisse würde neuen Mut nach Europa bringen und der extremen 5-Sterne-Bewegung Grillos in Italien den Wind aus den Segeln nehmen. Damit wäre die reformorientierte Regierung Renzis auf ihrem sinnvollen Weg einen großen Schritt weiter gekommen und seine Wahlreform würde künftige Regierungsbildungen erheblich erleichtern. Italienische Staatsanleihen dürften dann ihren Risikoaufschlag gegenüber spanischen Papieren von aktuell knapp 0,5% reduzieren können. Die Merkelsche Europapolitik würde Zeit zum durchatmen erhalten.

Im Fall einer Ablehnung der Verfassungsreform sind die Konsequenzen schwieriger abzuschätzen und sie hängen vor allem davon ab, ob das Ergebnis knapp ausfällt oder Renzi mit deutlichem Abstand verliert. Sollte Renzi klar verlieren, würde sein Rücktritt unvermeidlich und seine politische Karriere beendet. Italien verlöre damit seine „europäische“ Hoffnung – Neuwahlen sowie ein Erstarken der 5-Sterne-Bewegung könnten auf Jahressicht die Konsequenz darstellen. Die Wirkung auf italienische Aktien, insbesondere Bankaktien, aber auch auf die generellen europäischen Aktien- und Staatsanleihenmärkte könnte fatal sein und eine neue Eurokrise auslösen.

Symbolbild Italien Venedig

Symbolbild Italien | Quelle: pixabay.com | CC0 Lizenz

Nach aktuellen Meinungsumfragen – wohlwissend, dass diese in der Vergangenheit keine verlässliche Einschätzung geliefert haben – deutet alles eher auf einen knappen Sieg des „Nein“-Lagers hin. In diesem Fall könnte Renzi zwar kaum den Ausgang des Referendums negieren, würde aber vermutlich seine starke Position als Chef seiner Demokratischen Partei behalten und könnte bis auf weiteres – mangels Alternative – eine neue Regierung führen, natürlich auf geschwächter Basis. Immerhin repräsentiert er weiterhin die Mehrheit im Parlament.

Es bleibt zu vermuten, dass ein solches Abstimmungsergebnis am kommenden Montag für erhöhte Volatilität an den Märkten sorgen würde. Aktien wie Staatsanleihen würden in diesem „risk-off“-Szenario verlieren. Die gestrige Nachricht der Agentur Reuters, die EZB würde in diesem Fall verstärkt italienische Staatsanleihen kaufen, hat allerdings bereits zur Stimmungsverbesserung beigetragen. Wir erwarten daher, dass seitens der EZB oder EZB-Präsident Draghis eindeutige Signale, möglicherweise noch in der Nacht des Referendums kommen würden, um die Situation zu beruhigen. Ein klares Signal Renzis, dass er bereit wäre, weiterzumachen, könnte dann eine Sentimen Umkehr auslösen. Ein solches Szenario würde für die entsprechenden Anlageklassen eine taktische Kaufchance darstellen. Man fühlt sich an die Brexit-Abstimmung oder die US-Wahl erinnert. Weiterhin stellen Renditeniveaus von über 2% für 10-jährige italienische Staatsanleihen im Umfeld negativer Kasseverzinsung und minimaler Renditen für Unternehmensanleihen durchaus eine Anlagealternative dar, zumal die EZB auch weiterhin diese Wertpapiere kaufen wird.

Dass nun nach Brexit und Trump ein weiteres politisches Ereignis die Aktienmärkte – zumindest kurzfristig – ins Trudeln bringen könnte, charakterisiert das bisherige Börsenjahr 2016. Ein Jahr, das durch eine schleppende Wachstumsentwicklung bei weiterhin „wohlwollender“ Geldpolitik gekennzeichnet war. Das italienische Referendum stellt aber noch nicht den Abschluss dieses Jahres dar, denn die US-Zinsentscheidung im Dezember bietet erneutet Anlass für höhere Volatilität. Die US-Notenbank hätte aber mit einer marktberuhigenden Kommunikation zur Zinserhöhung die Chance, einen positiven „Börsenboden“ für 2017 zu bereiten. Ein Jahr, in dem dann neben den nächsten politischen Ereignissen die Frage einer möglicherweise künftig expansiveren Fiskalpolitik in den USA und vielleicht auch in Europa die nächste Chance an den Aktienmärkten schaffen könnte.

Kapital erhalten und Rendite schaffen

Dr. Jürgen Flaskamp - Verwaltungsrat der FLASKAMP INVEST S.A.

Dr. Jürgen Flaskamp – Verwaltungsrat der FLASKAMP INVEST S.A.

Der Kapital All Opportunities Fonds ist ein flexibler Mischfonds, der nach einem klar strukturierten Value-Ansatz in Unternehmen entwickelter Märkte investiert. Mit hohen Anforderungen an die Unternehmensauswahl sowie einem langfristigen Anlagehorizont wird eine nachhaltig positive Rendite angestrebt. Eine langjährige, klare Outperformance des Marktes gelingt mit dem Fokus auf die richtigen Finanzkenngrößen – allen voran der Cashflow eines Unternehmens – und der Möglichkeiten, in bevorstehenden Stressphasen hohe Kassapositionen oder andere Sicherungen aufzubauen.

„Jedes Unternehmen erzählt eine Geschichte über die Qualität des Geschäftsmodells, die Leistungskraft des Managements sowie über die Beständigkeit der zugrunde liegenden Werttreiber“, meint Christian Exner, Manager des Kapital All Opportunities Fonds von der ARX Value GmbH, der der FLASKAMP INVEST S.A. als Fondsberater zur Seite steht. Die FLASKAMP INVEST KAG ist für behavioral finance advice mit zuständig.

Christian Exner steht mit der Flaskamp Invest für einen Investmentansatz, der stets konservativ rein faktenbasierend vorgeht und deshalb auch Investitionen jenseits des Mainstreams erlaubt. Fehlbewertungen von Unternehmen werden systematisch aufgedeckt und als Anlageentscheidungen umgesetzt. Fondsmanager Exner setzt darauf – und die erfolgreiche Entwicklung des Fonds gibt ihm Recht, dass sich die „Schwächen“ des Kapitalmarktes aktiv nutzen lassen, da der Kapitalmarkt bei mittel- bis langfristiger Perspektive immer wieder die wahren Werte von Unternehmen abbildet. Somit besteht bei objektiver Betrachtung die Möglichkeit der Partizipation an der Wertaufholung und Wertsteigerung von Unternehmen.

FLASKAMP INVEST: Perlentaucher am Aktienmarkt

Christian Exner, Fondsmanager

Christian Exner, Fondsmanager

Dem Kapital All Opportunities gelang 2016 ein Achtungserfolg. Wie das Team rund um Fondsberater Christian Exner seine Value-Strategie umsetzt und wieso die kommenden Monate für Anleger ohne geeignete Strategie herausfordernd werden könnten. Ein Fondsportrait.

Positiver Trend der Vormonate fortgesetzt – Berenberg DyMACS Volatility Premium (R)

Tom Pansegrau, Fondsmanager

Im Oktober sind die zehnjährigen Swap-Sätze deutlich angestiegen. Sowohl in Europa als auch den USA betrug der Anstieg mehr als zwanzig Basispunkte, was in Europa annähernd einer Verdopplung entspricht. Auf der Aktienseite war das Bild weniger einheitlich. Während in Europa die Kurse moderat angestiegen sind, kam es in den USA zu einem moderaten Rückgang. Die impliziten Volatilitäten sind gegen Ende des Monats stark angestiegen, was eine erhöhte Nachfrage nach Absicherung im Vorfeld der US-Wahlen widerspiegelt.

Der Fonds hat im Oktober dank des insgesamt eher ruhigen Marktumfelds eine Performance von 0,65% erwirtschaftet und damit den positiven Trend der Vormonate fortgesetzt. Trotz des kräftigen Zinsanstiegs kam es nur vereinzelt zu vorzeitigen Schließungen oder werthaltigen Fälligkeiten, so dass der Großteil der Optionsprämien einbehalten werden konnte. Aktuell prognostizieren unsere Modelle steigende Zinsen, so dass wir beim Verkauf von Payer-Optionen einen größeren Sicherheitspuffer wählen. Auf der Aktienseite zeigen unsere Modelle im Augenblick ein gemischtes Bild, da das Signal für den US-Markt negativ und für den europäischen Markt positiv ausgeprägt ist.

Berenberg: Trump Wahl sorgt für Zinssprünge

Tom Pansegrau, Fondsmanager

Tom Pansegrau, Fondsmanager

Nach der US-Wahl mit einem überraschenden Ausgang stellt sich das Marktumfeld sehr herausfordernd dar. Nach dem ersten Schock haben sich die Aktienmärkte überaus positiv entwickelt. Erstaunlicherweise reagieren die Zinsen überproportional stark. Innerhalb von einem Monat haben sich die Zinsen für 10-jährige deutsche Bundesanleihen um 0,35% erhöht und damit beinahe die gesamte Entwicklung seit Jahresanfang in kürzester Zeit korrigiert.

Der Berenberg DyMACS Volatility Premium verzeichnete durch diese Zinssprünge kurzfristig leider eine negative Performance. Für den Jahresausklang stimmt dies allerdings positiv, da höhere Prämien vereinnahmt werden können. Der Rückgang sollte somit nur eine Momentaufnahme sein und bietet eine lukrative Einstiegsmöglichkeit. Es lohnt sich durchaus nach alternativen Anlagemöglichkeiten zu klassischen Aktien- und Anleiheninvestments Ausschau zu halten.

Große Trendwende beim Kohlepreis

Quelle: Bloomberg

Quelle: Bloomberg

Wenn Sie vor einigen Monaten auf der Suche nach dem am wenigsten beliebten Sektor waren, könnten Kohle und Kohlebergwerke unter ihnen gewesen sein. Der Kessel-/ Kraftwerkskohlepreis sank seit 2011 fünf Jahre in Folge. Kohle verlor fast 75% ihres Wertes seit dem Höhepunkt. Kein Wunder, dass Kohlebergwerke vor ernsten Problemen standen, einige von ihnen gingen Bankrott, einige wurden gerettet.

Wie es in der Regel der Fall ist, wandte sich Kohle from Zero to Hero. Der Wiederanstieg des Kohlepreises war sehr steil und hat 100 % überschritten. So auch die Aktienpreise der Kohlebergwerke. Die polnische Gesellschaft „JSW“ konnte am Anfang des Jahres kaum überleben, ist bis jetzt aber fast um das 10-fache gestiegen. Das hochmoderne polnische Kohlebergwerk „Bogdanka“ schaffte es viel besser, den deutlichen Rückgang mit anhaltend positiven Cashflows zu überstehen. Seine Aktienpreise bewegten sich sowohl in der schwierigen Phase als auch in der Erholungsphase mit ähnlicher Geschwindigkeit wie Kohle. Der Bottom-up Investment-Ansatz, nämlich die besten Unternehmen auch aus dem unpopulären Sektor zu wählen, macht es möglich, ein attraktives Risiko-Ertrags-Verhältnis zu erreichen.

Wie Donald Trump die USA bewegt. | Marktkommentar mit Quint:Essence Capital

“Free at last – endlich frei!”

Inmitten der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung hielt der große Martin Luther King Jr. am 28.8.1963 eine der wohl ergreifendsten Reden aller Zeiten. Die Rede gipfelte in der dramatischen Feststellung:

n Wähler haben sich für Trump entschieden

Die Wähler haben sich für Trump entschieden

„Endlich frei, endlich frei, Gott sei Dank sind wir endlich frei.“ Auch wenn es für uns Europäer schwer nachvollziehbar sein mag: Über 53 Jahre später, am 8.11.2016, erinnerten sich viele Trump-Wähler daran – und fühlten sich erneut befreit: vom Diktat des internationalen Polit- und Medien Establishments, das – jedenfalls in ihrer Wahrnehmung – in einer beispiellosen Kampagne versucht hat, freie Bürger zu bevormunden als wären sie Kleinkinder. Von Staatschefs, Großkonzernen, Rock- und Popstars, sowie Nachrichten- und Talkshow-Moderatoren wurde den Amerikanern erklärt, dass die einzig zivilisierte und vernünftige Wahl, die Wahl von Hillary Clinton sei. Eine Wahl des unsympathischen Außenseiters aus dem Trump Tower würde wahlweise zum Atomkrieg oder zur Zerstörung des Welthandels führen. Falls es nicht ganz so schlimm käme, würde ein Präsident Trump aber zumindest die meisten zivilisatorischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte zunichtemachen.

Es hat alles nichts genutzt. Die schwer erziehbaren amerikanischen Wähler haben sich für Trump entschieden. Aufgrund der Zeitverschiebung erlebten die asiatischen Märkte die „Wahlkatastrophe“ live mit und reagierten entsprechend panisch. Europa erwachte am 9.11.2016 größtenteils fassungslos. Die Intelligenten, Mächtigen und Schönen der westlichen Welt hatten ja zur Genüge erklärt, dass nun die Katastrophe unabwendbar sei. Erstaunlicherweise stieg aber der amerikanische Aktienmarkt am Tag nach der Wahl und bescherte dem Dow Jones Index ein neues Allzeithoch. Auch Nikkei und DAX haben sich wieder vollends erholt. Vielleicht entpuppen sich ja auch die übrigen Schreckensszenarien als Irrtümer oder gar als bewusste Irreführung. Das wäre prima, dann würde uns nämlich gar nichts Schlimmes passieren. Wir sind optimistisch und bezeugen unabhängig von jeder Sympathie oder Antipathie für oder gegen die Kandidaten jedenfalls unseren Respekt vor den Amerikanern dafür, dass sie  – ganz frei – ihren eigenen Weg gewählt haben – mag er den Europäern noch so wenig schmecken.

Mr. President Elect – was nun?

Die neue Trump-Regierung

Die neue Trump-Regierung

Ein Großteil der Pläne des zukünftigen US Präsidenten ist noch gar nicht im Detail bekannt. Analysieren wir daher die bereits angekündigten Vorhaben der künftigen Regierung. Ein zentraler Punkt in Trumps Wirtschaftsplan ist die Instandsetzung und der Ausbau der US-amerikanischen Infrastruktur. Die neue Regierung wird mit der Umsetzung dieses Wahlversprechens möglichst bald beginnen. Einerseits drängt der zu großen Teilen desolate Zustand der US-Infrastruktur hier zur Eile, andererseits ermöglicht dieses Projekt es der Trump-Regierung, mit einem immensen fiskalpolitischen Stimulus die US Wirtschaft zu beleben. Positive Auswirkungen auf die Papiere von Baufirmen, Hersteller von Baumaterialien, Banken, usw. sind hier bereits sichtbar und auch weiterhin zu erwarten. Auch der Arzneimittelsektor hat bereits positiv auf die Wahl reagiert. Grund hierfür ist, dass Clinton Maßnahmen zur Kostensenkung im Gesundheitswesen ergreifen wollte. Durch ihre Wahlniederlage werden diese für Pharmawerte negativen Maßnahmen nun nicht eintreten. Aktien einiger Silicon Valley Technologieriesen sind hingegen wegen der Wahl Trumps unter Druck geraten. Sie hatte er im Wahlkampf mit Verbalattacken überzogen. Trump drohte Unternehmen wie Apple, ihre Produkte mit US Strafzöllen zu belegen, falls sie weiterhin in bedeutendem Maße im Ausland produzieren und den Großteil ihrer Gewinne ins steuerlich günstigere Ausland verlagern. Aber: ein weiteres Vorhaben in Trumps Wirtschaftspolitik ist eine Senkung der Körperschaftssteuer von 35 % auf 15 %. Die neue Regierung wird den Unternehmen daher soweit entgegenkommen, dass Verlagerung von Produktion und Steuerpflicht ins Ausland wesentlich unattraktiver sein wird. Die Konsequenz dessen: Der negative Trend im Technologiesektor wird nur von kurzer Dauer sein.

Strategy Dynamic: Die Ruhe nach der Wahl

Fels in der Brandung- Quint-Essence Strategy Dynamic

Fels in der Brandung- Quint-Essence Strategy Dynamic

Im Monat Oktober gab der Anteilspreis des Quint:Essence Strategy Dynamic Fonds im allgemeinen Tumult um die US-Wahlen und den Spekulationen um ihre möglichen Konsequenzen um 1,15 % nach. Die Gesamtperformance für das Jahr 2016 steht demnach per 31. Oktober bei -0,9 %. Ursache für den Fondspreisrückgang waren hauptsächlich unsere Engagements in Novo-Nordisk, Nestlé, Roche und Intel. Wir betrachten die vorgenannten Unternehmen allerdings weiterhin als grundsolide und planen nicht, ihre Gewichtung im Fondsportfolio zu reduzieren. Die Kursrückgänge führen wir auf die allgemein gestiegene Unsicherheit und die damit einhergehende erhöhte Volatilität zurück. Deshalb gehen wir davon aus, dass sich die Papiere in relativ kurzer Zeit wieder erholen werden.  Wir haben im vergangenen Monat unsere Position in der Deutschen Telekom Aktie um ca. 67 % aufgestockt. Wir halten die Zukunftsaussichten des international aufgestellten Telekomriesen für gut und finden die aktuelle Bewertung (Kursgewinnverhältnis von ca. 12) attraktiv. Auch die Dividende der Deutschen Telekom in Höhe von ca. 3,8 % pro Jahr nehmen wir angesichts des aktuell vorherrschenden Niedrigzinsumfelds gerne mit. Durch die nun hinter uns liegende US-Präsidentschaftswahl entfällt ein großer Unsicherheitsfaktor für den Kapitalmarkt. Wir erwarten deshalb, dass die Märkte für den Rest des Jahres wieder mehr von Rationalität geprägt sein werden und gehen von steigenden Kursen bei Qualitätstiteln aus. Aus diesem Grund rechnen wir bis Ende Dezember mit einer positiven Gesamtjahresperformance des Quint:Essence Strategy Dynamic.

Strategy Defensive: Zinsniveau steigt

Investieren mit Gelassenheit- Quint-Essence Strategy Defensive

Investieren mit Gelassenheit- Quint-Essence Strategy Defensive

Der Quint:Essence Strategy Defensive hat sich aufgrund seiner äußerst konservativen Ausrichtung recht ordentlich durch die nervösen Oktobermärkte geschlängelt. In den vergangenen 4 Wochen ging der Kurs der Fondsanteile lediglich um 0,21 % zurück. Angesichts der insgesamt sehr unübersichtlichen Lage an den Kapitalmärkten sowie den ambitionierten Bewertungen qualitativ hochwertiger Anleihen sind wir mit dieser Performance nicht unzufrieden. Im bisherigen Jahresverlauf weist der Fonds per 31. Oktober eine Gesamtperformance von -0,31 % auf. Bezüglich der Zusammensetzung und der Gewichtungen des Fondsportfolios haben wir im Oktober keine Veränderungen vorgenommen.

Mit der Wahl von Donald Trump als zukünftigem Präsidenten der Vereinigten Staaten stehen in den USA einige grundlegende wirtschaftliche Veränderungen an. Diese wirken sich natürlich auch auf den Rest der Welt aus. Die von Trump angekündigten Infrastrukturinvestitionen und Steuersenkungen im großen Stil werden zu ansteigender Inflation und höheren Zinsen in den USA führen. Der Druck auf die EZB, die Zinsen auf extrem niedrigem Niveau zu halten, wird hierdurch reduziert – das Zinsniveau im Euroraum dürfte steigen. Für den Quint:Essence Strategy Defensive (sowie andere anleihenlastige Portfolios) bedeutet dies, dass die durchschnittliche Duration des Portfolios verkürzt werden muss, um einem Kursverfall von Anleihen mit langer Laufzeit zu entgehen. Sollte sich in den kommenden Monaten andeuten, dass die neue US-Regierung ihren Wirtschaftsplan wie angekündigt umsetzt, werden wir das Fondsportfolio des Quint:Essence Strategy Defensive entsprechend anpassen. Am defensiven Charakter des Fonds wird sich aber trotz der Umstellungen nichts ändern.

Alternative Energien – NEITZEL & CIE. zahlt deutlich über Plan aus

In diesen Tagen versendet NEITZEL & CIE. den Anlegern der Vermögensanlagen die Mitteilungen über die zweiten Teilauszahlungen für das Geschäftsjahr 2015. In allen drei Vermögensanlagen liegen die Ausschüttungen 1,25 bzw. 1,5 Prozentpunkte über den ursprünglichen Prognosewerten.

https://gallery.mailchimp.com/52d5e14db2dab22d618df838b/images/932d5019-cd35-4aa5-a48f-f9e9d9315635.jpgHIER erhalten Sie die Anleger-News, die allen Bestandsanlegern mit den Ausschüttungsmitteilungen zugesandt wurden. Gerne dürfen Sie diese weiterleiten. Auf einen Druck wurde verzichtet, dieser kann bei Bedarf allerdings gerne als Handbestand nachgereicht werden. Auch „Zukunftsenergie Deutschland 4“ hat bereits prognosegemäß 6 % für das Jahr 2015 ausgezahlt und wird dies auch für 2016 tun können.

Mit diesen guten Nachrichten kann NEITZEL & CIE. hoffentlich auch weiterhin die Interessenten zum Warten ermutigen, die in die Vermögensanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ investieren wollen. Leider konnte trotz zahlreicher und intensiver Kontakte zur Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) immer noch keine Billigung für das zweite Vertriebsjahr erzielt werden. Das Konzept der Vermögensanlage bleibt identisch zum ersten Vertriebsjahr, sodass zeitnah von einer Billigung ausgegangen werden kann.

SteuervorteilEin Gutes hat das lange Warten möglicherweise dennoch: Für Anleger, die Rücklagen nach § 6b Abs. 10 EStG gebildet haben, ist die Vermögensanlage bestens geeignet. Nach verbindlicher Aussage der Finanzbehörde erfüllt die Vermögensanlage, inkl. der ersten Investition in eine Photovoltaik-Dachanlage, die Anforderung nach § 6b Abs. 10 EStG. Weitere Informationen dazu finden Sie HIER.

Für Ihr geduldiges Warten dankt NEITZEL & CIE. und hofft auf einen baldigen Vertriebs-Neustart. Selbstverständlich steht NEITZEL & CIE. Ihnen bis dahin gerne telefonisch und persönlich für alle Ihre Fragen gerne zur Verfügung.

Zur Produktseite

 

Wussten Sie schon…

… das Strom aus Photovoltaik an sonnigen Werktagen zeitweise bis zu 35% unseres momentanen Stromverbrauchs abdecken kann, an Sonn- und Feiertagen sogar bis zu 50%. Quelle: Fraunhofer IS

Ufuk Boydak im Fondsmanagertalk auf dem Petersberg

Ufuk Boydak, CFA – LOYS AG

Ufuk Boydak, CFA – LOYS AG

Ufuk Boydak hat mit seinem Vortrag beim Fondsmanagertalk auf dem Petersberg Investoren und Interessenten überzeugt.

Aktien als Investment sind derzeit die einzige Alternative im derzeitigen Kapitalmarktumfeld, so Boydak.

Im Angebot von LOYS findet man Fonds sowohl für sicherheitsbewusste als auch für chancenorientierte Anleger.

 

Hier gehts zu LOYS

Hier finden Sie alle LOYS Fonds

#USAWahl2016: Abkehr von der Globalisierung und Rückkehr zum Nationalismus?

Carsten Vennemann, CFA, Geschäftsführer, Gauly | Dittrich | van de Weyer Asset Management

Carsten Vennemann, CFA, Geschäftsführer, Gauly | Dittrich | van de Weyer Asset Management

Die Kapitalmärkte waren sich, wieder einmal, sicher: Hillary Clinton wird neue US-Präsidentin, …ebenso wie die Meinungsforscher, die Wettbüros usw.

Es ist anders gekommen. Die möglichen gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Wahl würden den Rahmen dieses Textes sprengen und die wirtschaftlichen Folgen sind aufgrund des nebulösen Programms des neuen US-Präsidenten Donald Trump kaum abzuschätzen. Wir versuchen es trotzdem: Die Wahl Trumps wird mittelfristig für Unsicherheit an den Märkten, sprich für höhere Volatilität, sorgen und Risikoprämien generell steigen lassen.

Im Wahlkampf hat Trump Steuerentlastungen für private Haushalte und staatliche Ausgabenprogramme propagiert. Sollte dies – obwohl nicht gerade ein typisches Wirtschaftsprogramm der Republikaner – tatsächlich erfolgen, könnte dies zu einer kurzfristigen Belebung der US-Konjunktur führen. Die strukturellen Schwächen, z.B. die niedrigen Produktivitätszuwächse bzw. die fehlenden Investitionen in der Spätphase des Konjunkturzyklus lassen sich damit kaum kaschieren. Insofern kann ein solches Wirtschaftsprogramm allenfalls einen Impuls für die Aktienmärkte darstellen, denn einen längerfristigen Trend auslösen. Neuengagements an den entwickelten Aktienmärkten sollten daher mit einem angemessenen Risikomanagement ausgestattet sein.

Emerging Markets werden als einer der Verlierer im Roulette der neuen Konstellationen nach der Wahl betrachtet. Hierbei geht es nicht nur um Mexiko, weswegen der Peso heute morgen bereits zweistellig nachgegeben hat, sondern auch um China, dessen Währungspolitik eines schwächeren Renminbi bereits Anlass zur Kritik Trumps gegeben hat. Als Anlagealternative haben die Emerging Markets, Aktien wie Renten, bisher in 2016 einen überzeugenden Verlauf genommen, nicht zuletzt aufgrund der im Vergleich zum Heimatmarkt höheren Renditeerwartungen. Wir gehen davon aus, dass die Emerging Markets weiter attraktiv bleiben (ETF-Rekordzuflüsse im 3. Quartal!), solange sich hinsichtlich des Außenwertes des US-Dollars bzw. der Geldpolitik der Federal Reserve keine grundlegenden Änderungen ergeben.

Letztendlich zeigte sich im Tagesverlauf heute erneut, dass „politische Börsen“ eher kurzfristig wirken. Auch heute, ähnlich wie nach dem Brexit-Referendum am 23. Juni 2016, erholten sich die Märkte wieder zügig und die Strategie, in Schwäche Aktien zu kaufen, bewährte sich abermals, selbst im Amerika Donald Trumps … solange das Vertrauen in die Geldpolitik weiter das Fundament für die Aktienmärkte darstellt.

Aber genau dort liegt „der Hase begraben“: „President-elect“ Donald Trump hat bereits mehrfach seine Unzufriedenheit mit der Geldpolitik Janet Yellens zum Ausdruck gebracht und eine erneute Ernennung Yellens zum Ende Ihrer Amtszeit im Jahre 2018 abgelehnt. Dies schwächt nicht nur Yellen, sondern schädigt auch die Glaubwürdigkeit und Effizienz der Geldpolitik in den nächsten 1 1/2 Jahren. Die zuvor vom Markt erwartete Leitzinserhöhung wird in diesem Umfeld somit weniger wahrscheinlich, auch wenn sie weiterhin vom Markt mit ca. 75% Wahrscheinlichkeit erwartet wird. Die letzten makroökonomischen Daten aus den USA, insbesondere der Anstieg des BIP im 3. Quartal von annualisierten 2,9%, stützt diese Einschätzung. Für die Vereinigten Staaten bedeutet dies vermutlich steigende Langfristzinsen, wie der teilweise panikartige Abverkauf 30-jähriger US-Staatsanleihen mit einem Renditeanstieg von mehr als 25 Basispunkten vom Tagestief am Tag nach der Wahl bereits anzeigt.

Noch nie zuvor sind US-Wahlen, so unser Eindruck, mit solcher Emotionalität verfolgt worden, in den USA selbst, wie auch in unseren Medien. Eine gewisse Beruhigung bringt daher die Tatsache, dass der US-amerikanische S&P-500 nach der Wahl nur 0,4% im Minus eröffnet hat.

Offenkundig ist für die Amerikaner, trotz Trumps Wahl, die Welt noch nicht untergegangen. Dieses Vertrauen gründet sich auf die Tatsache, dass die USA mit ihren Institutionen, wie z.B. Senat und Repräsentantenhaus, zumal noch einheitlich mit republikanischer Mehrheit, einen Gegenpol zum Präsidenten bilden können. Und dies ironischerweise trotz der Tatsache, dass Präsident und Mehrheitsfraktion der gleichen Partei angehören.

Weiterhin pflegt der Markt schon heute eine erstaunliche Rationalität, nach der z.B. die zuletzt unter einer möglichen Clinton-Wahl abgestraften Pharma-Aktien, wie von meinem Kollegen Daniel Hardt im letzten Wochenkommentar thematisiert, einen Anstieg wie Phönix aus der Asche zeigen.

Donald Trump hat die Präsidentschaftswahl gewonnen (Rot – Donald Trump) © AP

Sollte Trump seine fiskalpolitischen Expansionspläne tatsächlich verwirklichen, werden wir dies in den Inflationserwartungen ablesen können. Bereits am Tag nach der Wahl zählen US-inflationsgeschützte Staatsanleihen zu den großen Gewinnern. Generell wird das US-Rentenumfeld schwieriger, wie die steilere Renditestrukturkurve bereits anzeigt. Auch hierbei wird vieles vom weiteren Zinspfad der Federal Reserve abhängen. Eine steilere Kurve, die nicht unbedingt im Interesse Trumps ist und sowohl den Konsum- als auch den Immobiliensektor belasten könnte, ist Ausdruck der Markterwartung einer zurückhaltenden Notenbank. Dies muss aber nicht zwingend der Fall sein. Andererseits hilft eine steilere Kurve dem Bankensektor, wie es gerade von der Bank von Japan vorexerziert wird.

Attraktiv bleibt nach unserer Einschätzung der Markt für Unternehmensanleihen. Das Niedrigzinsumfeld wird auch durch die Wahl Trumps nicht vertrieben und die Suche nach Alternativen mit höherer Verzinsung treibt Investoren zwangsläufig in den Dollarraum und damit in den Corporate Bond Markt, inklusive des High Yield-Segments. Somit bleiben in den USA Corporate Bonds und inflationsgeschützte TIPS auch längerfristig interessant.

Aber wie wirkt sich die Situation auf Europa aus? Was wäre, wenn Europa der Fiskalpolitik Trumps folgt?

Auch in der Eurozone wird der Ruf nach aktiverer Fiskalpolitik, nicht zuletzt durch den italienischen Premier Renzi im Vorfeld der Verfassungsabstimmung am 4. Dezember, lauter. Mittlerweile erwartet der Markt, dass Griechenland – entgegen dem Wunsch Schäubles – noch vor der Bundestagswahl im Herbst ein Schuldenerlass gewährt wird.

Mit Blick auf die Parlamentswahlen in Frankreich und Deutschland sind Steuergeschenke zwar denkbar, echte, keynesianisch geprägte Finanzpolitik ist aber aufgrund der bisherigen Historie Merkelscher Europapolitik sowie unsicherer Mehrheitsverhältnisse kaum zu erwarten.

Für die heimischen Aktienmärkte stellt die Währungsentwicklung zwischen Euro und US-Dollar einen zentralen Schlüssel für die künftige Entwicklung dar. Die Dynamik der Aktienmärkte an „schwachen Euro-Tagen“ war bemerkenswert. Noch ist Trump hier nicht eindeutig in Erscheinung getreten, eine fortgesetzte Dollarstärke wird er aber kaum tolerieren wollen. Demnach bleibt als Haupteinflussfaktor für den Eurozonen-Aktienmarkt die Geldpolitik Draghis. Hier sehen wir, trotz „tapering-Diskussion“ kaum Veranlassung, eine Abkehr von der bisherigen Geldpolitik zu erwarten. Draghis Interesse an noch niedrigeren Leitzinsen mag aufgrund der negativen Implikationen für den Bankensektor begrenzt sein, er hat aber mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass Reformstau und Zögern der EU-Regierungen letztendlich das größte Hindernis zu höherem Wachstum in der Eurozone darstellt. Ein vorzeitiges „tapering“ kann zwar nicht ausgeschlossen werden, wird dann aber eher durch technische Probleme (zu wenig verfügbare Anleihen zum Ankauf) ausgelöst werden. Draghi wird Wege finden, diese Probleme zu lösen. Letztendlich ist er nach wie vor vom EZB-Ziel einer Inflation von „ungefähr, aber nicht mehr als“ 2% weit entfernt, trotz Anstiegs der Oktober-Inflation in der Eurozone auf sage und schreibe 0,5% im Jahresabstand. Denkbar wäre allerdings auch eine stärkere Realzinsorientierung der EZB-Geldpolitik oder auch ein der japanischen Notenbank vergleichbares Konzept, das auf höheren Nominalzinsen bei längeren Laufzeiten fußt. Dies spricht dafür, in der Eurozone Unternehmensanleihen oder Staatsanleihen mit Renditeaufschlag weiterhin zu allokieren.

Trotz Atmen der Zinsniveaus und einer mittlerweile stark taktischen Betrachtungsweise der liquiden Zinsmärkte Europas, erscheint ein Zinsanstieg von mehr als 0,5% im aktuellen Umfeld als eher unwahrscheinlich.

Auch wenn vielerorts aktuell das anziehende konjunkturelle Momentum in der Eurozone durch zahlreiche Umfragen konstatiert wird, bleiben wir skeptisch: Das rückläufige Kreditwachstum ausgelöst durch niedrige Kreditnachfrage, der Rückgang der M&A-Aktivität, die Eigenkapitalanforderungen an europäische Problembanken bleiben Themen, die es weiter zu lösen gilt und die die Euphorie immer wieder begrenzen sollten. Die Folgen des Brexits sind in den letzten Wochen etwa in den Hintergrund getreten, zumal durch gute Fundamentaldaten Großbritanniens, sollten aber – auch hier aufgrund des Inflationstrends – nicht unterschätzt werden. Großbritannien wird kaum zukünftig zum wirtschaftlichen Erfolgsmodell werden.

Die Kapitalmärkte lieben Berechenbarkeit und hassen Überraschungen. Der heutige Tag hat zunächst einmal für Volatilität gesorgt, zeigte aber im Verlauf, dass der Einfluss des US-Präsidenten auf den Markt zunächst begrenzt ist. Dies ist ein gutes Zeichen, schließt aber weitere Belastungen in den nächsten Wochen nicht aus. Als vertrauensbildende Maßnahmen könnte eine erfolgreiche Regierungsbildung mit Wirtschaftsfachleuten oder auch ein moderater Ton gegenüber der Federal Reserve wirken. Man darf gespannt sein …

Mit der Wahl Trumps zeigt sich erneut, dass das große Globalisierungsthema einer Neuorientierung bzw. einer Stärkung nationalistischer Tendenzen gewichen ist.

Dies betrifft leider gesellschaftliche wie wirtschaftliche Themen und erschwert den Freihandel, wie wir es mit den hitzigen Diskussionen zum Thema CETA und TTIP bereits erleben durften. Diese bedenkliche Tendenz begrenzt Wachstumspotenziale und ist insbesondere aus Sicht unseres exportabhängigen Heimatlandes kritisch zu sehen.

Es bleibt zu hoffen, dass es der EU gelingt, ein Gegenmodell zum Nationalismus zu entwerfen. Das Vereinigte Königreich hat diesen Test im Juni nicht bestanden, die USA sind diesem Beispiel gestern Nacht gefolgt. Die Zeit wird knapp bis zum Lackmustest in der EU, den Wahlen in Frankreich und Deutschland im kommenden Jahr.