INTERVIEW – Fondsmanager Christian Exner „Banken kommen uns nicht ins Depot“

wiwo.de – Christian Exner managt den „Kapital Opportunities Fonds“. Für 2017 rechnet er mit sehr volatilen Märkten und brandgefährlichen US-Aktien. Auch beim Dax ist er skeptisch. Ein Gespräch über Chancen – und No Gos.

 

WirtschaftsWoche Online: Herr Exner, die US-Aktienindices erklommen zuletzt fast täglich Rekordhöhen, gleichzeitig sind die US-Zinsen deutlich angezogen, wird Ihnen da als Investor nicht langsam schummrig?

Herr Christian Exner: Die gegenwärtige Situation in den USA ist für einen Investor brandgefährlich. Bei vielen Unternehmen hat sich die Bewertung von der tatsächlichen fundamentalen Lage abgekoppelt und luftige Höhen erreicht. Haupttreiber war die unverantwortliche lange Nullzinspolitik der Zentralbank und die Annahme vieler Marktteilnehmer, dass dieser Zustand dauerhaft anhalte.

Dieser rein zentralbankgetriebene Bewertungsaufschlag müsste sich bei steigenden Zinsen schrittweise in Luft auflösen. Das die Märkte gegenwärtig dennoch weiterlaufen, hängt wohl auch mit der Wahl Donald Trumps und dessen blumigen Versprechen, hohe Infrastrukturinvestitionen zu tätigen und die Unternehmenssteuern zu senken, zusammen. Es werden also bereits Dinge eingepreist, die noch nicht einmal angestoßen, geschweige denn erfolgreich umgesetzt sind – dies ist nicht ohne Risiko und wird an der ein oder anderen Stelle zu Verwerfungen führen.

 

Ziemlich weit oben sind auch deutsche Nebenwerte, der MDax kratzt ebenfalls am Allzeithoch, finden Sie da trotzdem noch investierbare Titel?

Christian Exner, Fondsmanager

Herr Christian Exner: Es steht außer Frage dass die Nebenwerte in ihrer Gesamtheit bereits eine hohe Bewertung aufweisen. In unserem Bewertungsansatz orientieren wir uns an der nachhaltigen Cash-Flow-Stärke eines Unternehmens. Schaue ich mir unten diesem Gesichtspunkt den von Ihnen angesprochenen MDax an, offerieren die dort notierten Unternehmen im Durchschnitt eine Rendite von kleiner als drei Prozent; keine attraktive Größenordnung für einen Investor.

Dies bedeutet aber nicht, dass es nicht im Einzelfall immer wieder hervorragende Investmentchancen gibt. Beispielsweise haben wir in 2016 auch mit kleineren Unternehmen wie der Leifheit AG oder der Datagroup eine sehr schöne Performance erzielt. Aktuell sind wir unter anderem bei der MLP investiert, die nicht nur über sehr ansprechende Liquiditätsreserven verfügt, sondern auch in 2017 über Kosteneinsparungen einen spürbaren Ertragssprung realisieren wird. Im MDax sind sicherlich die Metro Vorzüge und die GEA einen tieferen Blick wert.

 

Politische Krise in Südkorea – Eine Chance für Reformen

Das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Park Geun Hye aus Südkorea trägt bizarre Züge. Vordergründig geht es darum, dass die Tochter des einstigen Militärdiktators Park Chung Hee eine befreundete „Schamanin“ begünstigt und ihr beträchtliche Firmenspendengelder verschafft haben soll.

Tatsächlich richtet sich der Volkszorn aber auch gegen die enge Verzahnung der politischen Elite mit den Familien, die die übermächtigen und intransparenten Großkonzerne des Landes führen. Der Untergang der Reederei Hanjin, die staatliche Rettungsaktion für Daewoo Shipbuilding und der Skandal um die Lotte-Gruppe haben 2016 nicht gerade dazu beigetragen, das Vertrauen der Bürger und Investoren in die Chaebols zu fördern.

Unser Fazit: Anzeichen für investorenfreundliche Reformen könnten 2017 dafür sorgen, dass Südkoreas Börse ihren Rückstand gegenüber anderen Emerging Markets aufholt.

 

Ausblick auf 2017 aus der „Finanz und Wirtschaft“

Der Ausblick auf 2017 fällt verhalten aus: Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland, der Einzug von Donald Trump ins Weisse Haus. Die Notenbanken laufen der Zinswende an den Märkten hinterher, der EU droht eine erneute Belastungsprobe. Geopolitische Risiken und Terrorgefahren dürfen nicht unerwähnt bleiben. Das nächste Jahr wird zur Wundertüte. Vor allem die US-Börsen haben viel Positives mit Blick auf den neuen Präsidenten eingepreist und sind deutlich überkauft. Ein Rücksetzer würde nicht überraschen. In den vernachlässigten defensiven Sektoren sehen wir auf Sicht der nächsten Monate das grösste Potenzial.

Your Wealth – Ausblick auf 2017

Privatbank Donner & Reuschel kooperiert mit SpeedLab AG

Die Privatbank Donner & Reuschel mit Sitz in Hamburg und München und die SpeedLab AG aus Cham in der Schweiz vereinbaren exklusive Kooperation im digitalen Asset Management.

Mit risikoorientierten, über Algorithmen gesteuerten Portfolien auf Basis der Expertise von SpeedLab will Donner & Reuschel sein Angebot zunächst für institutionelle Investoren erweitern. Im aktuellen Marktumfeld mit extrem niedrigen Anleiherenditen und hohen Zinsänderungsrisiken, bei gleichzeitig hohen Schwankungen in Aktien- Währungs- und Rohstoffmärkten, steigt der Bedarf nach systematisch erzielbaren risikoadjustierten Renditen. Insbesondere Stiftungen, Pensions- und Krankenkassen suchen verstärkt nach quantitativen Investments mit einem attraktiven Risiko-Rendite-Profil.

„SpeedLab ermöglicht es uns, die wachsende Nachfrage nach digital-basierten Asset-Management-Lösungen zu bedienen“, so Marcus Vitt, Vorstandssprecher von Donner & Reuschel. „Für die Vermögensanlage mit Hilfe von automatisierten Algorithmen werden Studien zufolge hohe Steigerungsraten erwartet. Wir sichern uns durch die enge Kooperation mit SpeedLab den Zugang zu einem entscheidenden Zukunftsmarkt“.

SpeedLab AG, Cham – Schweiz

SpeedLab ist ein Vorreiter des eAsset Managements, wie die neue Generation an digitalen Asset Managern mit hohem Technologieeinsatz bezeichnet wird. Die auf Risikominimierung ausgerichteten digitalen Systeme sind in der Lage, auf jede Marktsituation (durch Einsatz von unterschiedlichen Algorithmen) zu reagieren und nachhaltig Überrenditen zu erwirtschaften. Andere Algorithmen überwachen über eine Vielzahl von Strategien und Märkten hinweg Marktpositionen und tätigen Order-Ausführungen automatisch. Es werden ausschließlich liquide, börsennotierte Instrumente wie zum Beispiel der Spot Market eingesetzt. High Frequency Trading kommt nicht zum Einsatz. Zurzeit bietet SpeedLab ein Anlageprodukt für Währungen an, das fünf Strategien je nach Marktzyklus in 15 Devisenmärkten parallel einsetzt.

Donner & Reuschel und SpeedLab arbeiten an weiteren gemeinsamen Produktkonzepten, die verschiedene Anlageklassen umfassen.

„Wir sehen uns bereits jetzt als international führend mit unseren automatischen Systemen mit der Ausrichtung auf der Erstellung von digitalen Portfolien. Durch die Kooperation mit Donner & Reuschel können wir unser Alleinstellungsmerkmal ausbauen und uns als Marke und langfristiger Partner für institutionelle Anleger stärken“, sagt Marcus Böhm, CEO der SpeedLab AG.

 

Über Donner & Reuschel:

Donner & Reuschel, Hamburg und München

Das Bankhaus DONNER & REUSCHEL steht seit über 200 Jahren für traditionelle Werte und innovative Lösungen. Der Unternehmergeist und die klaren Wertvorstellungen der Gründerfamilien Donner und Reuschel prägen die Privatbank bis heute. Aus der Partnerschaft mit der SIGNAL IDUNA Gruppe ergibt sich hohe Sicherheit und Stabilität. Für institutionelle Kunden bietet DONNER & REUSCHEL als modulare Bausteine professionelle Asset- Management-Dienstleistungen an.

 

Über SpeedLab:

Die SpeedLab AG ist ein Quant eAsset Manager für institutionelle Kunden (www.speedlab.ag). Das Unternehmen erstellt quantitative Portfolien auf Basis voll automatischer mathematischer Regeln mit dem Anspruch einer attraktiven risikoadjustierten Rendite. Die selbst entwickelte Technologie managed systematisch und diversifiziert eine Vielzahl von Strategien und Portfolien gleichzeitig und voll automatisch rund um die Uhr. Die SpeedLab AG wurde 2014 in der Schweiz gegründet und ist Mitglied der Schweizer Financial Services Standards Association VQF.

Ist der „Trump-Boom“ nachhaltig?

Daniel Hardt (Fondsmanager Gauly | Dittrich | van de Weyer)

Daniel Hardt (Fondsmanager Gauly | Dittrich | van de Weyer)

Viele namhaften Analysten wie z.B. Paul Krugman prophezeiten noch kurz nach Donald Trumps Wahlerfolg starke Kurseinbrüche an den Börsen und den Beginn einer ökonomischen Eiszeit. Aus heutiger Sicht sind diese Prognosen nicht eingetreten. Die meisten Aktienmärkte reagierten euphorisch auf den Wahlsieg des Republikaners und es kam eine Art „Wiederauferstehungsstimmung“ für die Vereinigten Staaten von Amerika auf, die dazu führte, dass der US-Leitindex S&P 500 heute an seinem Allzeithoch handelt. Zu den großen Verlierern gehörten dagegen die US-Staatsanleihen, die 10-jährige Rendite hat sich hier seit dem 8. November dieses Jahres um 0,6% erhöht.

Die Gründe für den unerwarteten Optimismus vieler Marktteilnehmer und einer zunehmenden Anzahl von Analysten sind sicherlich in den wirtschaftspolitischen Absichten Donald Trumps zu finden. Dieser plant eine unternehmerfreundliche Politik umzusetzen, die ihren Fokus auf den Abbau von staatlichen Regulierungen sowie neuen Investitionen in die Infrastruktur legt. Darüber hinaus soll es eine Steuerreform geben, die zu Steuerentlastungen in fast allen Einkommensklassen führen könnte, aber besonders durch die Absenkung des Spitzensteuersatzes gekennzeichnet ist. Diese soll in Kombination mit einer geplanten Absenkung der Unternehmensteuer zu erhöhten Investitionen in den Vereinigten Staaten führen. Viele dieser Punkte erinnern stark an die Präsidentschaft unter Ronald Reagan und dessen wirtschaftliche Erfolge in den 1980er Jahren. Die Kehrseite dieser Epoche war ein massiver Anstieg der Staatsverschuldung von über 20% des Bruttoinlandsproduktes.

Zahlreiche Analysen weisen darauf hin, dass sich das Potenzialwachstum der Vereinigten Staaten in Folge der Finanzkrise deutlich verringert hat und die Produktionskapazitäten schon heute nahezu ausgelastet sind. Ein weiterer Stimulus würde damit langfristig nur zu einer erhöhten Inflation und noch höheren Verschuldungsgraden auf staatlicher Ebene führen. Optimistischere Stimmen weisen dagegen auf die Arbeitslosenstatistik „U6“ hin, die weiterhin 9,3% der Bevölkerung als nicht ausreichend beschäftigt einstuft und noch Verbesserungspotenzial sieht.

Obwohl wir befürchten, dass die wirtschaftspolitischen Maßnahmen Donald Trumps langfristig nicht zu einem signifikant höheren Wachstum auf der anderen Seite des Atlantiks führen werden, können wir uns dennoch vorstellen, dass sich die positiven Effekte in den Bilanzen US-amerikanischer Unternehmen in den nächsten Jahren deutlich zeigen werden. Einen besonderen Schub dürfte der Finanzsektor erleben, der darüber hinaus von einer Deregulierung und einem einflussreichen Wirtschaftsberater an Trumps Seite profitieren sollte. Der Industrie- und der Rohstoffsektor sollten sich einer verbesserten Auftragslage erfreuen können und der Pharmasektor muss nun weniger Gegenwind in Form von Preisobergrenzen befürchten. Der Versuch, die Konjunktur anzukurbeln, würde allerdings aus unserer Sicht einerseits auf Kosten des Staates geschehen, dessen Auslandsverschuldung in ferner Zukunft ein Thema werden könnte, und andererseits mit den Kosten einer höheren Inflation einhergehen. Beides keine guten Aussichten für US-Staatsanleihen.

Veränderungen im polnischen Bankensektor

Die lang erwartete und vermutete Transaktion ist endlich eingetreten, als die italienische „UniCredit“ ihre 32,8%-ige Beteiligung an der „Bank Pekao“, der zweitgrößten Bank in Polen, verkaufte. Die Beteiligung wurde von der staatlich kontrollierten Versicherungsgruppe „PZU“ und dem polnischen Entwicklungsfonds erworben. „UniCredit“ verkaufte die Anteile bei 1,4 Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) und bei einem angepassten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16,3, das als ein positiver Preis für den Käufer bewertet wird. Das Anteilüberhang-Risiko für Minderheitsaktionäre der „Bank Pekao“ existiert nicht mehr.

Der polnische Bankensektor gehörte in den vergangenen Jahren zu den am wenigsten attraktiven, da das KBV des Sektors das gleiche Niveau erreiche, wie im Jahr 2009. Banken in Polen stehen keinen erheblichen NPL-Problemen oder Kapitalmangel gegenüber. Im Gegenteil, der Wirtschaft in Polen geht es wirklich gut, wie auch dem Bankensektor. Das Hauptproblem war die politische Eskalation. Die Regierung führte Bankensteuern und eine CHF-Kredit-Konversion ein, was zu Verlusten führte. Jetzt dürfte die Regierung gegenüber dem Bankensektor gnädiger sein, da dies nicht nur dem neuen „Pekao“-Kauf sondern auch der größten Bank „PKO“ schaden würde, die staatlich kontrolliert wird. Von einem bewertenden Blickwinkel betrachtet wurde der Bankensektor durch gesunde Vermögenswerte in Polen sehr attraktiv.

Berenberg DyMACS Volatility Premium: Attraktive Renditen bei gestiegenem Zinsniveau

Tom Pansegrau, Fondsmanager

Es zeigt sich mal wieder wie schnell sich die Erholung im Berenberg DyMACS Volatility Premium nach Rückschlägen vollzieht. Im Nachgang der Trump-Wahl musste der Fonds aufgrund des massiven und abrupten Zinsanstieges im November einen zwischenzeitlichen Verlust hinnehmen. Die zweite Monatshälfte beweist allerdings, dass der Fonds von erhöhter Unsicherheit und gestiegenen Risikoaufschlägen profitiert und dadurch Verluste überaus schnell wettmachen kann. So konnte der November nur mit einem leichten Minus von lediglich -0,12% abgeschlossen werden.

Die erhöhten Risikoaufschläge insbesondere bei Zinsen und europäischen Aktien führen zu einem überaus positiven Ausblick für den Jahresabschluss. Die Entwicklung zeigt auch, dass der Fonds attraktive Renditen bei einem gestiegenen Zinsniveau erwirtschaften kann – eine wertvolle Eigenschaft für viele Anleger.

Jäderberg & Cie.: Verzehnfachung der Erntemenge 2016

Indisches Sandelholz ist ein einzigartiges Asset, ein einzigartiger Natur-Wert mit vielen Besonderheiten. Seine Aufzucht und Bewirtschaftung, aber auch seine Ernte und Weiter­verarbeitung erfordern ein hohes Maß an Expertise und Erfahrung. Dies alles bietet allein der weltweit größte Anbieter von Indischem Sandelholz, die börsennotierte australische TFS Corporation.

Von Ende Juni bis Anfang September stand zum dritten Male seit 2013 die jährliche Ernte an. (Kurzfilm zur Ernte 2016: Video)

Die involvierten Teams von TFS standen in diesem Jahr vor der Herausforderung, die zehnfache Menge an Baumgewicht im Vergleich zu 2015 zu bewältigen. Sie haben innerhalb von zehn Wochen über 32.000 Indische Sandelholz-Bäume geerntet, woraus ca. 310 Tonnen Kernholz verarbeitet wurde. Das Kernholz enthält das wertvolle Sandelholz-Öl.

Die ersten beiden TFS-Ernten in 2013-2015, von den ersten angepflanzten TFS-Plantagen ab 1999, stammten von kleineren Plantagenflächen mit weniger guten Wachstums­ergebnissen. Die aktuell angebauten Plantagen erreichen erheblich bessere Ergebnisse aufgrund der steilen Lernkurve u.a. in Sachen Genetik, Bodenauswahl, Wirtspflanzen, Bewirtschaftungstechniken.

Am Anfang des Ernteprozesses markiert ein Qualitätssicherungs­team die zu bearbeitenden Bäume.

Nachdem der Baum unten am Stamm abgetrennt wurde, werden dann seine individuellen Merkmale aufgezeichnet und klassifiziert. Diese Aufzeichnungen dienen sowohl der Qualitätssicherung als auch der Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus sichert man dadurch den Anspruch der Pharma-Branche nach „traceability“, also der dokumentierten Nachvollziehbarkeit der exakten Herkunft eines Baums. Zudem wird hierdurch bereits zu diesem Zeitpunkt ermöglicht, die jeweils geeignetste Weiterverarbeitung eines Baums (Holz- oder Ölproduktion) in Abhängigkeit von seiner Größe und seinem Wuchs festzulegen.

Als nächstes wird auf der Plantage ein Ausstecher eingesetzt, um die Wurzel und restlichen Bestandteile der Bäume aus der Erde zu holen. Besonders die Wurzel enthält im Normalfall viel Indisches Sandelholz-Öl.

Baumstämme und Wurzelwerk werden schließlich zur Säuberung und Weiterverarbeitung zum nahe gelegenen Primary Processing Centre (PPC) gebracht.

Im PPC wurden unter Einsatz speziell hierfür entwickelter Software- und Maschinentechnologie an diversen „Säge“-Stationen rund um die Uhr das wertvolle öl-haltige Kernholz des Baumes und das Restholz getrennt. Das Holz wird sodann für die verschiedenen Kundenbedürfnisse weiterverarbeitet.

Soweit das Holz zu Indischem Sandelholz-Öl weiterverarbeitet werden soll, wird das Kernholz hierfür in Kernholz-Chips zerkleinert, aus denen dann im TFS-eigenen Destillationswerk, „Mount Romance“ in Albany im Südwesten von Australien, das wertvolle Indische Sandelholz-Öl gewonnen wird. Dies geschieht im Wege der Wasserdampf-Destillation unter strikter Qualitätskontrolle und nach den für die Pharma-Industrie erforderlichen GMP-Standards („Good Manufacturing Practice“).

Mount Romance ist die größte und fortschrittlichste Destillations­anlage für Sandelholz-Öl weltweit und hat zahlreiche Auszeichnungen für ihre Nachhaltigkeit erhalten. So werden beispielsweise mehr als 97% des im Destillationsprozess verwendeten Wassers durch Einsatz speziell zu diesem Zweck entwickelter Mikrobakterien wieder zu trinkbarem Wasser aufbereitet.

Die Indische Sandelholz-Ernten von TFS bis ins Jahr 2020 sind bereits heute an Abnehmer aus China, Indien, USA undEuropa zur Verwendung für Heilmittel, Kosmetik, Parfums, Möbel, Inneneinrichtung u.v.m. fast komplett verkauft.

Das Indische Sandelholz-Öl erzielt bis zu USD 5.000 je kg, wofür etwa 27kg Kernholz im Destillationsprozess verarbeitet werden. Für das Kernholz selbst werden um die USD 160 je kg bezahlt.

Die Wertschöpfungskette weit über die Ernte hinaus, bis hin zur Entwicklung und Vermarktung pharmazeutischer Produkte, kommt auch den Anlegern von JC Indian Sandalwood zugute – nach dem Motto „from soil to oil to shelf“ und „from tree to treatment“.

 

Your Wealth: Schutz & Zins

Ulrich Vollmer, Geschäftsführer und Präsident des Verwaltungsrates der Your Wealth AG in Zürich

Ulrich Vollmer, Geschäftsführer Your Wealth AG

Eine Balance aus Anleihen von Staaten und Unternehmen kann nach wie vor Vermögen schützen und verzinsen. Die Vermögensverwaltung Your Wealth liefert genau das.

In manchen Segmenten des Anleihemarkts hat es einfach keinen Sinn, einzelne Papiere zusammenzusuchen. Es ist aufwendig und teuer. Das sieht auch Ulrich Vollmer so: „Bei Staatsanleihen nutzen wir häufig Indexfonds. Damit bekommen wir eine ausreichend breite Streuung“, so der Geschäftsführer der Schweizer Vermögensverwaltung Your Wealth. Das Unternehmen berät den Anleihefonds European Bond Portfolio – eine ausgewogene Mischung aus europäischen Anleihen.

Und eine aktive dazu. Wenn das Team um Vollmer extreme Marktsituationen erkennt, handelt es. So riet es im Spätsommer 2016 zur Reduzierung von Hochzinsanleihen und zur Erhöhung der Cash-Position auf rund ein Viertel des Portfolios. „Die Renditeaufschläge im Vergleich zu Anleihen mit Investment-Grade-Rating waren uns zu niedrig geworden“, berichtet Vollmer. Das aktuelle Liquiditätspolster empfindet er als Sicherheit angesichts der derzeit allseits unangenehm niedrigen Zinsen. Und als Manövriermasse, falls sich Gelegenheiten auftun.

Im Großen und Ganzen besteht das Portfolio ungefähr je zur Hälfte aus Fonds und Einzelpositionen. Wobei sich die Fonds meist mit Staatsanleihen oder Investment-Grade-Papieren befassen. Bei Hochzinsanleihen greifen die Schweizer selbst ein. „Hier können wir noch echten Mehrwert schaffen“, so Vollmer.

Einige selbst festgelegte interne Richtlinien sollen hierbei dafür sorgen, dass Portfolio und Risiken im Rahmen bleiben. Die Limits für Einzelgewichtungen sind nach Ausfallrisiken gestaffelt und reichen von maximal 2,5 Prozent für Hochzinsanleihen bis hin zu 10 Prozent für Staatsanleihen mit AAA-Rating beziehungsweise Fonds. Für Hochzinsanleihen liegt das Mindest-Rating bei B. Derivate sind erlaubt, wenn es darum geht, das Portfolio zu sichern. Am Ende soll es ein Fonds zum Wohlfühlen sein. „Kapitalerhalt und niedrige Volatilität stehen bei uns an erster Stelle“, sagt der Geschäftsführer. „Die Rendite soll sich nach dem Markt richten, der risikofreie Zins ist der Maßstab.“

Ein Anspruch, den der Fonds erfüllt. Seit Jahresbeginn liegt er 5 Prozent im Plus (Stand 8. November 2016).

Quelle: Private Banking Magazin

Quint:Essence Capital: Die Zukunft gehört den Elektromobilen

iCar, iTesla oder doch E-VW?

Tesla – Erstklassiges Marketing und Produktqualität

Wann kaufen Sie Ihr nächstes Auto? Und vor allem: Wo kaufen Sie es? Traditionell im Schauraum des Händlers? Oder bestellen Sie es im Internet, konfiguriert nach Ihren Wünschen? Klar ist, die Beschaffungswege ändern sich grundlegend. Aber noch viel spannender ist es, was demnächst drin ist, wo Auto draufsteht. Zum eindeutigen Verlierer wurde längst der Verbrennungsmotor erklärt. Nicht nur Elektroauto-Pionier Tesla – sondern mittlerweile auch traditionelle Autobauer haben den Trend erkannt, den Regierungen in aller Welt verstärkt verfolgen: Die Priorität gehört dem E-Motor. Und dann sind da noch die Silicon Valley-Giganten Google und Apple. Sie verfolgen ganz eigene Ziele, mit denen sie vom erwarteten Paradigmenwechsel zum E-Auto profitieren wollen. Apple outete sich unlängst, man habe kein Interesse an der kompletten Entwicklung eines elektronisch betriebenen Automobils. Stattdessen will sich der Gigant aus Cupertino ausschließlich auf die Entwicklung von Software zur Steuerung und Kontrolle selbstfahrender E-Fahrzeuge konzentrieren. Eine klare Ansage – und zugleich möglicherweise der Anfang einer sich abzeichnenden Spezialisierung im Bereich der E-Mobilität. Tesla hingegen ist bereits jetzt die komplette Entwicklung und Massenproduktion von fast-alltagstauglichen Elektroautos gelungen. Dank seines erstklassigen Marketings und einer Produktqualität, die offenbar viele Interessenten überzeugt, hat Tesla keine Probleme, alle Fahrzeuge schneller zu verkaufen, als es sie produzieren kann. Die traditionellen Autobauer sind nicht ganz soweit wie Tesla, werden aber in wenigen Jahren zweifellos auch erfolgreich Elektroautos in Großserie produzieren. Sie alle haben jedoch gemeinsam, dass sie im Grunde das „traditionelle“ Geschäftsmodell der Autoproduktion von A bis Z verfolgen. Apple hingegen sieht aktuell – jedenfalls für sich – keinen Mehrwert in der kompletten Fahrzeugfertigung, sondern allein in der Produktion der „intelligenten“ und komplexen Komponenten. Sie sind die Schlüssel, die in Zukunft gleichermaßen einen E-Mercedes, E-VW oder Tesla steuern, ihm seinen Charakter verleihen und zugleich unerschöpfliche Datenquellen sind. Dieser Logik folgend, können sich andere Produzenten auf die Produktion von Batterien, Elektromotoren, Karosserien usw. konzentrieren. Das wäre dann das Ende der klassischen Automobilindustrie. Allerdings ist Apple auch immer für eine Überraschung gut. Und so ist auch folgendes Gedankenspiel erlaubt: Apple baut selbst (nur) seine Kompetenzen auf den Gebieten Maschinenlernen und künstliche Intelligenz aus, übernimmt mit seiner prall gefüllten „Kriegskasse“ einen (Komplett-)Autohersteller und produziert dann doch ein komplettes iCar, vielleicht sogar einen iTesla. Spannende Idee…

 

Sinnvolle staatliche Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen und Bildung?

Amerika zeigt, wie es geht

Man muss kein Prophet sein, um zu wissen: Die Zinsen werden langfristig wieder steigen. Über die negativen Folgen der aktuellen Niedrigzinsen haben wir uns im zu Ende gehenden Jahr oft genug geäußert. Richten wir zum Jahresschluss stattdessen den Blick nach vorn. Für große Schuldner, Staaten zum Beispiel, ist das gegenwärtige Zinsniveau noch immer ein Riesengeschenk. Sie können sinnvolle und sinnlose Staatsausgaben äußerst günstig finanzieren. Die vom künftigen US-Präsidenten angekündigten Infrastrukturinvestitionen und Steuersenkungen rechnen wir der sinnvollen Kategorie zu. Dementsprechend hat der zukünftige Finanzminister der Vereinigten Staaten, Steven Mnuchin, nun in einem Interview angekündigt, Staatsanleihen mit Laufzeiten zwischen 50 und 100 Jahren aufzulegen. Mithilfe dieser ultra-langlaufenden Anleihen will er dem amerikanischen Staat die aktuell niedrigen Zinsen auch für die kommenden Jahrzehnte sichern und in der näheren Zukunft die Finanzierungskosten für die angekündigten Infrastrukturinvestitionen und Steuersenkungen erheblich reduzieren. Unserer Meinung nach eine Idee, die Beachtung verdient.

Diesseits des Atlantiks ist die Situation noch extremer: Das Zinsniveau ist niedriger als in den USA. Der deutsche Staat wird bis zu einer Laufzeit von ca. 7 Jahren sogar dafür bezahlt, sich Geld zu leihen. Auch hier sind zukünftig steigende Zinsen so sicher, wie das Amen in der Kirche. Deutschland könnte – wie die USA – durch sinnvolle staatliche Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen, Bildung oder durch Einkommensteuersenkungen von der Zinsanomalie profitieren. Um die schwarze Null wäre es dann allerdings vorerst geschehen. Doch – ist das tatsächlich so schlimm?

 

Quint:Essence Strategy Dynamic: Stabil in der Rotation

Fels in der Brandung- Quint-Essence Strategy Dynamic

Der Quint:Essence Strategy Dynamic blieb im November vom allgemeinen Auf und Ab der Märkte relativ unberührt. Der Fondsanteilspreis gab während des Monats um 0,18 % nach und steht jetzt bei einer Jahresgesamtperformance von minus 1,07 %. Die nach der US-Wahl eingetretene Sektor Rotation hat sich noch nicht positiv auf das Dynamic – Portfolio ausgewirkt. Ein Beispiel ist der Finanzsektor, in den wir aufgrund langfristiger Risikoaspekte grundsätzlich nicht investieren. Dieser Sektor hat überdurchschnittlich profitiert und die großen Börsenbarometer stark gestützt. Die Qualitätstitel, die der Hauptbestandteil des Quint:Essence Dynamic – Portfolios sind, konnten sich während der vergangenen vier Wochen weniger behaupten. Grund war der kurzfristig stark angestiegene Risikoappetit der Anleger und die entsprechenden Kapitalflüsse in risikoreichere Papiere.

Im Fondsportfolio haben wir in den vergangenen vier Wochen einige Veränderungen vorgenommen. Wir haben uns unter anderem von unserem Investment in Boeing getrennt.  Die Aktie hat uns einen schönen Performancebeitrag geliefert und erfüllt auch weiterhin unseren Qualitätsanspruch. Unsere Entscheidung, das Papier zu verkaufen, gründete auf einer Drohung Chinas, im Falle neuer Importzölle der USA auf chinesische Produkte, keine Boeing Flugzeuge mehr zu kaufen. Im Gegenzug haben wir mit der US-amerikanischen Jacobs Engineering Group und der Schweizer Lafargeholcim Ltd. zwei Unternehmen im Portfolio etabliert, die von den globalen Infrastrukturplänen profitieren sollten. Für 2017 sehen wir den Quint:Essence Strategy Dynamic gut positioniert und erwarten eine solide Performance des Fondsportfolios.

 

Investieren mit Gelassenheit- Quint-Essence Strategy Defensive

Quint:Essence Strategy Defensive: Weniger Anleihen, mehr Gold

Der November war ein guter Monat für den Quint:Essence Strategy Defensive. Mit einem monatlichen Anteilspreisanstieg von 0,32 % weist der Fonds Ende November eine neutrale Gesamtjahresperformance auf.

Um das Fondsportfolio an das veränderte Marktumfeld anzupassen, haben wir während der vergangenen vier Wochen mit dem stückweisen Abverkauf unserer Position der im August nächsten Jahres auslaufenden Siemens Wandelanleihe begonnen und planen während der nächsten Monate, den Rest der Position zu liquidieren. Angesichts des in letzter Zeit gefallenen Goldpreises begannen  wir mit dem Aufbau einer Goldposition im Fondsportfolio und erwarten, diese Position in nächster Zeit weiter auszubauen. Wir rechnen sowohl in den USA als auch in Europa mit steigenden Inflationsraten und wir gehen davon aus, dass die Zinsen langsamer ansteigen werden als die Inflation. Eine steigende Inflationsrate, die von fallenden Realzinsen begleitet wird, sollte zu einem höheren Goldpreis führen. Deshalb sehen wir in Gold eine gewisse Absicherung des Fondsportfolios gegen die erwartete Inflation. Ein Nebeneffekt der Goldposition ist auch, dass sie die mittelbare Exposure des Fondsportfolios zum US-Dollar erhöht. Dies ist uns sehr willkommen, da wir aufgrund der Zinsdifferenz zwischen Euro- und Dollarraum und der unserer Meinung nach robusteren US-Wirtschaft einen weiteren Anstieg des Dollars gegenüber dem Euro erwarten.

In Anbetracht der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten gehen wir davon aus, dass die Börsen im Jahr 2017 weiterhin von hoher Volatilität geprägt sein werden. Bezüglich der Portfoliobestandteile des Quint:Essence Strategy Defensive muss unser Augenmerk weiterhin auf Qualität und langfristiger Sicherheit liegen, notfalls auch auf Kosten der kurzfristigen Performance.

 

Strategy SELECT: Es kann losgehen

Strategy SELECT: Es kann losgehen

Strategy SELECT:  Es kann losgehen

Im vergangenen Monat wurde mit der Aufnahme des japanischen Roboterherstellers Yaskawa Electric Corp. die Portfolioumstellung des Quint:Essence Strategy SELECT vollendet. Zukünftig wird im Fondsportfolio immer eine Allokation von ca. 60 % soziale Medien und Zukunftstechnologien und ca. 40 % Stabilitätswerte und Cash angestrebt. Der Fonds bleibt weiterhin geografisch unbeschränkt und kann global investieren. Damit der Fondsname auch den neuen Investmentschwerpunkt widerspiegelt, heißt er ab dem 22. Dezember 2016 Quint:Essence Strategy Social Media & Technology. Mit der neuen Investmentstrategie ist das Fondsportfolio nun dynamischer und auch risikoreicher als vorher. Aufgrund der hohen Gewichtung des Social Media & Technology Segments erwarten wir, dass die Fondsperformance einen Großteil des Wachstums dieser Branche mitmacht. Durch die mit ca. 40 % gewichteten Stabilitätswerte kommt es im Vergleich zu einem reinen Technologieportfolio zu einer gewissen Diversifizierung und somit zu geringerem Risiko und geringerer Volatilität des Gesamtportfolios.

Ab Januar 2017 können Sie sich auf der neuen Webseite des Social Media & Technology Fonds detailliert über den Fonds informieren und sich mit interessanten Neuigkeiten im Bereich Social Media und Digitalisierung auf dem Laufenden halten. Wir freuen uns auf die interessante und zukunftsorientierte Arbeit am Quint:Essence Social Media & Technology Fonds und erwarten eine gute Performance.