Auf Schnäppchenjagd im amerikanischen Pharmasektor – Marktkommentar von Christian Exner

Es ist nicht mehr als ein Etappensieg. Doch US-Präsident Donald Trump hat vor ein paar Tagen seine Gesundheitsreform im zweiten Anlauf mit hauchdünner Mehrheit durch das Repräsentantenhaus gebracht. Trump „überzeugte“ seine Kritiker in den eigenen

Christian Exner (Fondsmanager)

Reihen mit einem Fonds über 8 Milliarden US-Dollar, der Versicherte mit Vorerkrankungen subventioniert. Obamacare hat damit zumindest ein wenig überlebt. Doch solange das Gesetz nicht auch den Senat passiert hat, lastet die Unsicherheit weiter auf dem US-Gesundheitssektor, also Versicherern, Pharmafirmen, Krankenhäusern und ähnlichen Unternehmen. Und das nach einem Quartal, in dem die Margen der US-Pharmakonzerne ohnehin geschrumpft sind. Der Druck wird wohl noch anhalten.

Doch nicht nur die Margen stehen unter Druck, auch die Aktienkurse der Pharmabranche. Wir bei Flaskamp Invest haben in den vergangenen Monaten mit unserem Mischfonds ‘Kapital All Opportunities‘ aber genau in solche Unternehmen investiert. Warum? Für uns als Value Investor lohnt sich immer dann ein genauerer Blick, wenn sich alle anderen aus Unsicherheit oder Angst nicht trauen zu investieren. Diese Situation haben wir im US-amerikanischen Pharma-Sektor vorgefunden. Wobei die Kursentwicklung der Unternehmen eigentlich eine klare Sprache spricht: Seit Ende September 2016 haben die an den wichtigsten US-Börsen notierten Pharma-Unternehmen insgesamt ein Minus von mehr als -4 Prozent gezeigt. Zum Vergleich: der S&P 500 stieg im selben Zeitraum um über 10 Prozent. [Weiterlesen…]

Spot an: Logwin AG – konsequentes Value-Investing & detaillierte Recherche einer Sondersituation

Logwin ist für eine Vorstellung in unserem Investorenbrief geradezu prädestiniert. An diesem Beispiel verdeutlicht sich unsere Philosophie, die konsequentes ValueInvesting mit akribischer Recherche von Sondersituationen verbindet.

Die Logwin AG ist mit fast 1 Mrd. Euro Umsatz wahrlich kein kleines Unternehmen. An der Börse gehört die Gesellschaft allerdings zu den Spezialitäten, die viele Anleger nicht auf dem Radar haben. Das war nicht immer so – ganz im Gegenteil. Denn dieses Unternehmen hat tatsächlich Börsengeschichte geschrieben.

Thiel Logistik schreibt Geschichte als Neuemission des Jahres 2000

Der Börsengang der Gesellschaft, die zu dieser Zeit, nach ihrem Gründer benannt, noch „Thiel Logistik“ hieß, fand im damaligen Neuen Markt am 20. März 2000 statt. Exakt zwei Wochen nachdem der DAX seinen Höchststand erreicht hatte. In den dann folgenden 18 Monaten verlor der Index mehr als 50%, der Tech-Dax verlor über 95%. Kurzum: den Neuen Markt hat es vollkommen weggespült. Zu Beginn profitierte die Aktie von Thiel Logistik noch vom bereits abflauenden Rückenwind der damaligen Börsenhausse. Nachdem die Aktie (um Kapitalmaßnahmen bereinigt) für 9 Euro an die Börse gekommen war, erreichte sie nur ein halbes Jahr später mit 52,50 Euro ihren Höchstkurs. Damals war die Gesellschaft mit mehr als 3 Mrd. Euro bewertet.  [Weiterlesen…]

Global Ports Holding: Verstecktes Juwel in CEE

Eine der reizvollsten Charakteristiken des CEE Corporate-Bond-Markts ist die Knappheit an großen, über 500 Mio. USD umfassenden Corporate-Bond-Emissionen. Mit Ausnahme Russlands und der Türkei, besitzt kein weiteres Land in der Region einen hoch entwickelten Corporate-Bond-Markt. Dies hält Großinvestoren von diesem Markt fern, bewirkt einen Mangel an Sell-Side-Research und sorgt für Preisineffizienzen, die durch kleinere Investmentgesellschaften mit internen Forschungskapazitäten gewinnbringend genutzt werden können.

Ein aktuelles Fallbeispiel für das große Potential interner Forschung war Global Ports Holding (GPH). GPH ist der weltgrößte Hafendienstleiter für Kreuzfahrtschiffe, präsent im Mittelmeer, im Atlantik und Regionen des asiatisch-pazifischen Raums, sowie ausgedehnten kommerziellen Hafenbetrieben in der Türkei und in Montenegro. Eine Anleihe relativ kleine in 2021 fällige 250 Mio. USD der GPH steht noch aus. Auf Grund der geringen – für große Investmentgesellschaften uninteressante – Größe der Emission und die geringe Publicity durch geringe Research-Abdeckung, brachte sie über einen signifikanten Zeitraum eine sehr attraktive Rendite. Im April wurden Global Ports Holding 2021 Anteile bei über 11% YTM gehandelt, verglichen mit unter 7% YTM zum heutigen Datum. In etwas über einem Jahr generierte die Anleihe erstaunliche 30,5%. [Weiterlesen…]

Erleichterung mit Kursgewinnen nach Präsidentschaftswahl in Frankreich – Der AURETAS Markt- und Fondskommentar

Markt:

Der Monat April war geprägt von der Präsidentschaftswahl in Frankreich. In den Wochen vor der Wahl verloren die Aktienmärkte leicht an Boden. Der Sieg von Emmanuel Macron im 1. Wahlgang sorgte dann für spürbare Erleichterung und Kursgewinne an den Kapitalmärkten. Als Folge dessen konnte der DAX sogar ein neues Allzeithoch markieren. Gestützt wurden die Kurse ebenfalls durch die bisher positiven Berichte der Unternehmen für das 1. Quartal 2017. Auf der Rentenseite konnten europäische Anleihen zusammengefasst ebenfalls hinzugewinnen. Eine überdurchschnittliche Wertentwicklung war, mit Blick auf die politischen Ereignisse, bei französischen Anleihen zu verzeichnen. Die als sicherer Hafen geltenden deutschen Staatsanleihen waren dagegen weniger gefragt – hier waren entsprechende Kursrückgänge die Folge.

Auch auf der Währungsseite schlugen sich die aktuellen politischen Entwicklungen in Europa nieder. So verlor der US-Dollar gegenüber dem Euro ca. 1,9% auf Monatssicht und notierte zum Stichtag bei ca. 1,09 (EUR/USD).

Gold, das ebenfalls als sicherer Hafen zu Beginn des Monats gesucht war, verlor in Folge der politischen Entspannung an Wert. Auf Monatssicht bleibt aber noch ein leichtes Plus von ca. 1,4% (in USD gerechnet) erhalten. [Weiterlesen…]

Korrekturrisiko

Nach dem ersten Wahlgang in Frankreich kam es zu einer kurzfristig überkauften Situation. Der Aufwärtstrend wird sich unter der Führung konjunktursensitiver Titel wohl fortsetzen. Aber vieles ist bereits eingepreist. Das kann früher oder später zu einer deutlicheren Korrektur führen. Die große Lücke zu den 200-Tage-Durchschnittslinien bereitet uns ebenfalls Sorge. Der Nikkei hat jüngst gezeigt, wie schnell sie geschlossen werden kann. Wir favorisieren derzeit Finanzen, Energie und Grundstoffe vs. defensiven Sektoren wie Nahrungsmitteln und Gesundheit. Der Euro sollte nach kurzer Konsolidierung weiter zulegen.

Positionierungen in Billigfluggesellschaften bieten große Chancen für zukünftiges Wachstum!

Ein langfristiger Aufwärtstrend der Billigfluggesellschaften in Zentral-Osteuropa (CEE) ist deutlich zu erkennen. Auf Grund der Preissensitivität der Passagiere ist der Kostenvorteil der wichtigste Faktor in der Region. Die CEE Region ist eine sehr fragmentierte und unterschiedliche Region. Dadurch stellt sich ein wachsender Marktanteil als eine signifikante Herausforderung dar. Es ist immer einfacher, wenn man bereits weltweit aufgestellt ist, um sich vor Wettbewerbern zu schützen. Deshalb ist Wizz Air eine der besten Wahlen aus der CEE Region. Wizz Air ist die größte Billigfluggesellschaft mit 80 Airbus Flugzeugen, bietet mehr als 500 Routen von 28 Standorten und verbindet somit 140 Destinationen in 42 Ländern.

Durch den Brexit wurden jedoch die bequemen Direktflüge nach Großbritannien eingeschränkt. Durch den Brexit erlitt die Aktie einen Abschwung und das umfangreiche sowie bequeme Angebot, der Direktflüge wurde eingeschränkt. Anschließend kauften wir die Wizz Air Aktie nach und können seitdem eine Erholung des Kurses verfolgen. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis soll bei 11 liegen. Die Passagieranzahl steigt von Jahr zu Jahr, um mehr als 30% und in den letzten Monaten lag die Passagierauslastung bei mehr als 90%. Die aktuell fallenden Ölpreise lassen zusätzlich eine Erhöhung der Margen von Wizz Air vermuten.

Unser Interesse für die Luftfahrt ist aber nicht nur auf eine Position begrenzt.

Der Fonds setzt als weitere Firma, auf eine, die ihren Fokus im Cargo Bereich hat. Diese ist spezialisiert in aufstrebende Märkte wie der Türkei, Indien und der CEE-Region.

Generell sind Firmen dieser Branchen sehr komplex und Investoren müssen viele verschiede Analysen durchführen, um den Besten zu finden.

Und das ist der Grund warum wir es so mögen!

 

Engagiert von England bis Japan: Strategy Dynamic

Fels in der Brandung- Quint-Essence Strategy Dynamic

Mit einem Anteilspreisanstieg von 1,42 % im April steht der Quint:Essence Strategy Dynamic für das Jahr 2017 nun bei einer Performance von 5,35 %. Somit wird der Fonds seinem Mandat „Kapitalwachstum bei überschaubarem Risiko“ auch weiterhin gerecht. Um diesen Aufwärtstrend auch in den kommenden Monaten aufrechtzuerhalten, haben wir im April einige Veränderungen am Fondsportfolio vorgenommen.

Weil wir momentan vielversprechende Alternativen in anderen Bereichen sehen, haben wir unsere Engagements in den Telekomunternehmen Vodafone und Deutsche Telekom beendet. Unsere Position im britischen Nahrungsmittel und Einzelhandelskonzern Associated British Foods hingegen, verdoppelten wir im April. Die Aktie hat sich seit Kauf im Februar mit einem Preisanstieg von ca. 6 % sehr erfreulich entwickelt und wir erwarten auch zukünftig positive Performancebeiträge von diesem Unternehmen. Die aktuelle Gewichtung von Associated British Foods im Gesamtportfolio beträgt ca. 3 %. Mit einer Nikkei-Futures Long-Position hat das Fondsportfolio einen weiteren interessanten Neuzugang erhalten. Die Nikkei-Futures Long-Position steigt im Wert, wenn der japanische Nikkei Index steigt. Mit dieser Strategie suchen wir nicht nach unterbewerteten japanischen Einzelaktien, sondern partizipieren (ähnlich wie mit einem Nikkei-ETF) am japanischen Gesamtmarkt. Der Vorteil einer Futures Position gegenüber einer ETF-Position ist, dass bei einer Futures Position keine laufenden Gebühren anfallen. Im bisherigen Jahresverlauf ist der Nikkei wesentlich weniger gestiegen als S&P, Dow und Dax. Daher sehen wir in Japan ein überdurchschnittliches Ertragspotenzial – nicht zuletzt auch, weil die japanische Zentralbank weiterhin im großen Stil japanische Aktien aufkauft.

Der Rubel rollt: Strategy Defensive

Investieren mit Gelassenheit- Quint-Essence Strategy Defensive

Der April war für den Quint:Essence Strategy Defensive ein unspektakulärer Monat. Mit einer Performance von -0,28 % im April stand der Fonds zum Ende des Monats bei einer Jahresperformance von +0,34 %. Wir haben in den vergangenen 4 Wochen dezente Anpassungen am Fondsportfolio vorgenommen und erwarten einen leichten Performanceanstieg in den kommenden Monaten.

Ein nennenswerter Portfoliozugang ist eine Rubel denominierte Supra-Nationale Anleihe der European Bank for Reconstruction and Development. Das Papier läuft bis Februar 2018 und hat einen Coupon von 7,25 %. Die European Bank for Reconstruction and Development ist ein Emittent erster Bonität. Da wir die Anleihe unter Nennwert gekauft haben, ist die tatsächliche Rendite bis zur Fälligkeit mit ca. 8 % noch höher als der Coupon. Weil wir uns – abgesehen von passender Restlaufzeit und attraktivem Coupon des Papiers – auch von der Rubel-Exposure einen zusätzlichen Ertrag versprechen, haben wir auf eine Währungsabsicherung verzichtet. Russland hat momentan eine äußerst geringe Staatsschuldenrate von knapp 18 %. Die aufgrund der Wirtschaftssanktionen der letzten Jahre zurückgegangenen Importe haben in Russland dazu geführt, dass fehlende Importgüter zunehmend durch inländische Produkte ersetzt werden. Dies hat wiederum die Produktivität der russischen Wirtschaft erhöht und macht den Rubel zur interessanten Portfolioergänzung. Die Anleihe ist aktuell mit knapp 3 % im Gesamtportfolio gewichtet. Die Coca Cola Anleihe mit variablem Zins, die wir im März in den Fonds aufgenommen hatten, haben wir im April um 30 % aufgestockt. Somit ist die Anleihe gegenwärtig mit ca. 7,5 % im Fonds gewichtet und eine unserer größten Einzelpositionen.

Dynamisch voran: Strategy Social Media & Technology

Ihr Fonds für das digitale Zeitalter – Quint:Essence Strategy Social Media & Technology

Auch im April stieg der Anteilspreis des Quint:Essence Strategy Social Media & Technology (SMAT) deutlich an. Mit einer April-Performance von 1,09 % weist der Fonds nun eine 2017er Gesamtperformance von 7,55 % auf. Die neulich veröffentlichten Details der geplanten US-amerikanischen Steuerreform stimmen uns sehr optimistisch. Die Mehrzahl der großen Einzelpositionen des Fondsportfolios sind US-Unternehmen, die in den Genuss der angekündigten Maßnahmen kommen werden. Dies wird sich nicht nur positiv auf die Geschäftsergebnisse, sondern auch auf den wichtigen Bereich Forschung und Entwicklung auswirken und langfristig Grund zur Freude bei den Aktionären sein.

Im vergangenen Monat erhielt das Fondsportfolio 2 nennenswerte Neuzugänge. Zum einen die Aktie des südafrikanischen Internet- und Medienunternehmens Naspers Ltd., zum anderen eine inflationsindexierte US-Staatsanleihe – Letztere für das Stabilitätssegment innerhalb des Fondsportfolios.

Naspers besitzt interessante Beteiligungen an Unternehmen in den Bereichen Social Media, E-Commerce, elektronische Zahlungsmittel und Online-Medien und ist in ca. 130 Ländern aktiv. Besonders interessant für uns sind hier die Beteiligungen an Unternehmen mit sehr hohem Wachstumspotenzial in Schwellenländern. Mit Naspers partizipieren unsere Anleger am Fortschritt der Digitalisierung in Ländern und Regionen wie Indien, Russland, Afrika und Asien. Naspers ist aktuell mit ca. 3 % im Fondsportfolio gewichtet.

Mit der inflationsbasierten, variablen Verzinsung, bietet die US-Staatsanleihe Schutz gegen steigende Zinsen und bringt eine gewisse Ruhe in das ansonsten dynamische Portfolio. Die Anleihe hat eine momentane Gewichtung von ca. 5,6 %.

Mr. President mit…Understatement(!)

Donald TrumpNach Monaten des Abwartens nimmt die von Donald Trump angekündigte Steuerreform jetzt Gestalt an. Dabei durfte man durchaus skeptisch sein, glänzte doch der neue US Präsident bis jetzt nicht gerade mit Bescheidenheit – vollmundige Übertreibungen sind ja mittlerweile Standardrepertoire im White House. So konnte man vermuten, dass sich auch die Trumpsche Steuerreform als „viel Rauch um nichts“ entpuppen würde. Doch dem ist definitiv nicht so. Wenn US Repräsentantenhaus und Senat den Steuerplänen des Präsidenten zustimmen, wird die amerikanische Steuerlandschaft nicht mehr wiederzuerkennen sein. Der Plan sieht neben einer allgemeinen Absenkung der Steuerlast auch eine drastische Vereinfachung des Steuerrechts vor. Steuerpflichtige Amerikaner sollen dann erst ab einem Jahreseinkommen von US$ 25.000 Einkommenssteuer zahlen. So fallen fast 75 Millionen Haushalte (die Hälfte aller momentan einkommenssteuerpflichtigen Haushalte) komplett aus der Einkommenssteuerpflicht heraus. Mit diesem gigantischen Beitrag zur „Sozialen Gerechtigkeit“ durch Entlastung der unteren Einkommensgruppen müsste Trump eigentlich zum Idol deutscher Sozialdemokraten, Linken und Grünen avancieren. Diejenigen, die noch Einkommenssteuern zahlen müssen, fallen dann in vier Steuerklassen mit Steuersätzen von 10 %, 20 % und 25 %. Die geringere Steuerlast wird sicherlich den Konsum der Amerikaner massiv steigern und der Wirtschaft einen starken Wachstumsimpuls liefern.

Noch optimistischer stimmen uns allerdings die geplanten Änderungen bei der Besteuerung von Unternehmen: Die Trump-Regierung plant eine Reduzierung der Unternehmenssteuer von den aktuellen und unserer Meinung nach völlig indiskutablen 35 % auf vernünftige 15 %. Dieser Steuersatz soll für alle Unternehmen, vom Großkonzern bis zum Einmann-Unternehmen, gleichermaßen gelten. Außerdem soll auf aus dem Ausland repatriierte Cashbestände von US Unternehmen lediglich eine einmalige Gebühr von 10 % erhoben werden. Aktuell halten US Unternehmen Cashbestände von ca. US$ 2,5 Billionen außerhalb der USA. Durch die Neuregelung des Unternehmenssteuersatzes und die attraktive Wiedereinführungsgebühr von Barbeständen entfällt für US Unternehmen der Grund zur Flucht ins Ausland. Mehr noch: Es entsteht ein starker Anreiz, im Ausland gebunkertes Kapital zurück in die USA zu bringen. Mit einer konsumfreudigen Gesellschaft, die aufgrund verringerter Steuerlast mehr Mittel zur Verfügung hat und mit moderat besteuerten Unternehmen, die durch aus dem Ausland zurückgeholtes Kapital riesige Summen investieren können, stehen die Zeichen der US Wirtschaft klar auf Wachstum. Wenn die Reform der Steuergesetze auch nur annähernd so erfolgt, wie von Donald Trump geplant, dann hat er diesmal nicht zuviel versprochen. Vielmehr könnte man sagen er hat das Understatement für sich entdeckt.

Auch diesseits des Atlantiks ist nicht alles schlecht. Trotz Millionen von Südeuropäern, die durch den Euro in Arbeitslosigkeit und Armut gestürzt wurden, ist die EU-Wirtschaft im ersten Quartal sogar stärker als die US-Wirtschaft gewachsen. Auch hier gibt es erstklassige Unternehmen und attraktive Anlagemöglichkeiten. Die Risiken sind jedoch ungleich höher. Die Frage nach dem Fortbestand der Währungsunion, das unnatürliche Zinsniveau und eine ihr Mandat überschreitende Zentralbank schaffen Unsicherheit und erhöhen das allgemeine Risiko. Nachhaltige Argumente für den von uns seit vielen Jahren erfolgreich praktizierten Investmentprozess: qualitätsorientiert und global anzulegen. Dementsprechend optimistisch sehen wir den Steuerplänen von Donald Trump entgegen. Wir wünschen Mr. President Erfolg und unseren Anlegern die attraktiven Erträge aus der Umsetzung seiner Steuerreform.