Freenet: Im Windschatten der Großen zu neuen Höhen

Exner – Marktkommentar – Juni 2017

Freenet: Im Windschatten der Großen zu neuen Höhen

Düsseldorf, 22. Juni 2017. Schaut man auf die Aktienmärkte, dann rennen dort die wichtigen Indizes wie DAX, Dow Jones und S&P 500 von einem Rekord zum anderen. Zugegeben, in vielen Regionen der Welt zeigt sich die Konjunktur robust, und auch die jüngsten Unternehmenszahlen waren zuletzt positiv. Doch aus unserer Sicht sind die meisten Aktien viel zu hoch bewertet. Es gilt zwar auch heute „der Markt hat immer recht“, auf der anderen Seite steht mathematisch, statistisch und historisch fest: Nach neuen Rekorden folgt unweigerlich eine Korrektur. Es muss ja nicht gleich ein Crash sein.

Wir halten uns als Value Investoren  von jeher aus dem breiten Markt heraus, sondern suchen für unseren Mischfonds „Kapital All Opportunities“ unterbewertete Aktien, mit einem stabilen Geschäftsmodell, einem hohen freien Cash Flow – und natürlich mit einem Management, das mit dem Cash Flow etwas Wertsteigerndes anzufangen weiß. [Weiterlesen…]

Globale Sorgen um den Ölpreis

Der schwache Ölpreis ist als dominierendes Thema an den Kapitalmärkten zurückgekehrt. Am Mittwoch dieser Woche fiel der Preis für ein Barrel der US-Rohölsorte Western Texas Intermediate (WTI) auf 43,3 US-Dollar und verunsicherte die internationalen Kapitalmärkte. Damit liegt der Preis zwar noch weit über dem niedrigsten Preis aus der jüngsten Vergangenheit – im Februar 2016 fiel er auf unter 29 US-Dollar – dennoch kommen vermehrt Zweifel auf, ob die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) den Ölpreis überhaupt noch im Griff hat.

Daniel Hardt (Fondsmanager alpha beta asset management)

Daniel Hardt (Fondsmanager, alpha beta asset management)

Seit den Jahreshöchstständen aus dem Februar hat das WTI-Öl nun ca. 20% an Wert verloren und liegt auf dem Niveau von September 2016. Noch dramatischer sieht der Ölpreisverfall aus, wenn dieser in Relation zu anderen Anlageklassen gesetzt wird: Nach einer Analyse der Deutschen Bank liegt die Wertentwicklung von Gold und dem S&P 500 in US-Dollar gemessen seit 2005 um 189% und 163% höher als die Wertentwicklung von Rohöl. Bei einem genaueren Blick ist sogar auffällig, dass innerhalb der gemessenen Anlageklassen/-regionen nur der griechische Aktienindex, der italienische FTSE MIB Index und europäische Bankentitel schlechter als Rohöl abschnitten.

Es fällt somit nicht schwer, die Sorge der Ölbranche und –investoren nachzuvollziehen. Die Bemühungen des Ölkartells OPEC, den Ölpreis zu stabilisieren, werden zwar immer wieder ausführlich und medienwirksam vorgestellt, dennoch bleibt festzuhalten, dass die Absprachen aktuell wenig Wirkung zeigen. Das liegt einerseits an der US-Ölindustrie, die nicht in der OPEC organisiert ist, und bereits im nächsten Jahr die höchste Ölförderung seit 1970 realisieren könnte. Andererseits weisen die hohen Lagerbestände in den Industrienationen auf ein generelles Überangebot hin und führen laut Medienberichten zu Skurrilitäten wie z.B. schwimmenden Öltankern, die als Öllager „missbraucht“ werden. [Weiterlesen…]

„Die Ruhe an den Märkten ist schon fast beängstigend“ – FLASKAMP Invest: Marktkommentar

Fondsanalyse ‚Kapital All Opportunities‘ (WKN (A1130M | ISIN LU1066479848)

„Die Ruhe an den Märkten ist schon fast beängstigend“

Düsseldorf, 7. Mai 2017.

Derzeit klettern die Notierungen der wichtigsten globalen Indizes mit nur geringen Schwankungen immer weiter nach oben. Dabei könne erfahrenen Anlegern langsam mulmig werden, heißt es im aktuellen Marktkommentar von Christian Exner, Fondsmanager des Kapital All Opportunities bei Flaskamp Invest. Denn immer wenn es zu ruhig an den Börsen zugehe, dauere es nicht lange, bis es zu einer heftigen Korrektur komme.

Es gebe aber auf den ersten Blick durchaus gute Gründe für die weiter steigenden Kurse. Da sei zum einen die Politik. „Zunächst weckte US-Präsident Trump große Erwartungen“, erklärt Exner. „Seine angekündigte Steuerreform ließ die Anleger von besseren Unternehmensgewinnen träumen. Dann haben die Wahlen in den Niederlanden und in Frankreich den Märkten die Angst genommen, die EU könnte auseinanderbrechen. Von Seiten der Unternehmen wurden gute bis sehr gute Quartalszahlen geliefert. Und das nicht nur in den USA, sondern vor allem auch in Europa.“ Die damit verbundene positive Berichterstattung könne die Kurse weiter nach oben treiben. „Dass wir bereits zum Teil absurd hohe Bewertungen am Kapitalmarkt erreicht haben, wird aber von den meisten Marktteilnehmern wie beim Herdentrieb völlig ausgeblendet.“ [Weiterlesen…]

Positiver Monat für die meisten internationalen Aktienmärkte – Der AURETAS Markt- und Fondskommentar

Markt:

Der Monat Mai war für die meisten internationalen Aktienmärkte erneut ein positiver Monat. Nach einem dynamischen Start an den europäischen Aktienmärkten sorgte die Bestätigung von Emmanuel Macron als Sieger der französischen Präsidentschaftswahl hier für Gewinnmitnahmen. An den amerikanischen Aktienmärkten konnten insbesondere die Werte der Technologiebörse NASDAQ überdurchschnittlich hinzugewinnen. Generell bleibt aber in den USA der Präsident schwer berechenbar. Der Auftritt beim G7 Treffen in Italien, die Details zu der „Russlandaffäre“, sowie die weiter offene Umsetzung von konkreten Maßnahmen (beispielsweise Reformen im Bereich Steuern und konkrete Infrastrukturmaßnahmen) lassen die Marktteilnehmer ein wenig ratlos zurück. In diesem Umfeld konnte der Euro gegenüber dem US-Dollar gut 3% hinzugewinnen. Bei den Emerging Markets kam es zur Mitte des Monats in Brasilien zu massiven Kurseinbrüchen am Renten- und Aktienmarkt. Hintergrund hierfür war der Korruptionsverdacht gegenüber dem aktuellen Präsidenten Michel Temer.  [Weiterlesen…]

Paladin Asset Management – Ein Blick hinter verschlossene Türen: Unsere Aufsichtsratssitzung

Wir öffnen an dieser Stelle die Tür zu unserer letzten Aufsichtsratssitzung. Unser Aufsichtsrat begleitet uns seit der Gründung der Gesellschaft mit viel Einsatz und wertvollem Rat, wofür wir sehr dankbar sind. Unserem Aufsichtsrat ist es dabei ein berechtigtes Anliegen, über die Entwicklung unseres Fonds Paladin ONE genau informiert zu sein. Aus diesem Grund legen wir den Beteiligten regelmäßig Risikokennzahlen für das aktuelle Portfolio vor. Die folgende Tabelle zeigt nun zusammengefasst die Risikokennzahlen, die wir mit unserem Aufsichtsrat am 21. März 2017 diskutiert haben:

Risikokennziffern signalisieren Entkopplung vom Markt
Um vorweg die Aussagekraft der Zahlen zu betonen: Die Kennzahlen, über die wir hier sprechen, sind bei Fonds in der Regel nur für die Entwicklung des Fondspreises verfügbar. Möchte man auf dieser Basis Rückschlüsse für das aktuelle Risikoprofil ziehen, unterstellt dies implizit, dass das Portfolio des Fonds sich innerhalb eines  [Weiterlesen…]

Digitalisierung: Wandel für jedermann.

Haben Sie Kinder im Teenageralter? Dann fragen Sie die Jugendlichen doch mal, was eine Videothek ist. Sie ahnen die Ahnungslosigkeit – und sind zugleich erstaunt. Denn in Ihrer eigenen Wahrnehmung gab es Videotheken doch quasi „gestern“ noch…

Digitalisierung - neue Branchen, neue Märkte

Digitalisierung – neue Branchen, neue Märkte

Es ist unübersehbar: Innerhalb immer kürzerer Zeiträume verschwinden ganze Branchen vom Markt und werden durch völlig neue ersetzt. Der Niedergang der Videotheken ist dafür ein Paradebeispiel. Vom Ende der 80er Jahre bis nach der Jahrtausendwende waren sie fester Bestandteil des Unterhaltungskonsums der deutschen Bevölkerung. Auch die Verdrängung der VHS-Videokasette durch die DVD oder die Blue Ray Disc änderte daran nichts. Das Ende der Branche kam stattdessen mit der Verfügbarkeit der schnellen Internetservices und dem Markteintritt von Streamingprovidern wie Netflix und Amazon. Das Videothekengeschäft schrumpfte nicht etwa langsam dahin, sondern wurde innerhalb kürzester Zeit regelrecht vom Markt gefegt. Der Streamingpionier Netflix hingegen hat mittlerweile eine Marktkapitalisierung von ca. 72 Milliarden US Dollar. Auch hoch-spezialisierte und hoch-qualifizierte Nischenbereiche sind nicht vor dem Einbruch des digitalen Wandels gefeit. Die erstaunliche Entwicklung am Goldman Sachs Aktien Trading Desk vermittelt hier einen guten Eindruck: Im Jahr 2000 verfügte das Goldman Trading Desk in New York über 600 Aktienhändler mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von US$ 500000. Heute sind von diesen 600 Händlern noch 2 übrig. Fast der gesamte Aktienhandel wird dort jetzt von Algorithmen ausgeführt. [Weiterlesen…]

Strategy Defensive: Verschnaufpause im Mai

Investieren mit Gelassenheit- Quint-Essence Strategy Defensive

Der Quint:Essence Strategy Defensive verzeichnete im Mai einen Anteilspreisrückgang von 0,83 % und liegt mit seiner 2017-er Performance jetzt bei – 0,49 %. Der Mai-Preisabschlag kam hauptsächlich durch die Währungsexposures zum US-Dollar, australischen Dollar und Schweizer Franken zustande. Wir haben die genannten Währungen trotzdem nicht abgesichert, denn wir sehen diesbezüglich auch weiterhin Ertragsmöglichkeiten. Nicht nur die divergierende Zinspolitik, sondern auch die weiterhin akute Eurokrise dürften hier mittelfristig zu Währungskursgewinnen führen.

Um den Sicherheitsaspekt des Strategy Defensive zu stärken, haben wir unsere Position in der bis zum Jahr 2023 laufenden inflationsgeschützten deutschen Staatsanleihe um ca. 50 % erhöht. Das Papier ist nun mit über 2 % im Fondsportfolio gewichtet. Einziger Portfolioneuzugang des Monats Mai ist eine Anleihe der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Die Bank ist ein erstklassiger Schuldner, das Papier passt somit sehr gut zum defensiven Charakter des Fonds. Die Anleihe ist im russischen Rubel denominiert und bietet mit einem Coupon von 8 % eine sehr attraktive Verzinsung. Im Kaufkraftvergleich mit US Dollar und Euro ist der Rubel sehr günstig bewertet. Die vergleichsweise geringe russische Staatsverschuldung spricht für die Stabilität der russischen Währung. Wir sehen deshalb hier eine sehr gute Performanceperspektive mit relativ geringem Risiko. [Weiterlesen…]

Strategy Social Media & Technology: Starkes Wachstum

Ihr Fonds für das digitale Zeitalter – Quint:Essence Strategy Social Media & Technology

Stark auch im Mai: Der Quint:Essence Social Media & Technology setzte seinen Aufwärtstrend konsequent fort. Mit einer Monatsperformance von 1,82 % erreicht der Fonds nunmehr in 2017 insgesamt bereits einen Anteilspreisanstieg von 9,51 %.

Passend zum dynamischen Charakter des Fonds gab es im Monat Mai ein gutes Maß an Bewegung im Portfolio. Mit dem 3D Druck Unternehmen Voxeljet AG, bekam das Fondsportfolio einen Neuzugang. Von der Zukunft und dem Potenzial des Unternehmens sind wir überzeugt und haben es bis jetzt mit mehr als 1 % des Gesamtvolumens gewichtet. Wir sind bereit, die Position in Zukunft noch weiter auszubauen, sollten sich günstige Gelegenheiten bieten. Unsere Engagements in Intel Corp. und Cisco Systems haben wir hingegen beendet. Die beiden Traditionsunternehmen des Technologiesektors hatten einen guten Beitrag zur Stabilisierung des Portfolios geleistet, ließen aber seit einiger Zeit die für das SMAT – Portfolio gewünschte Dynamik vermissen. [Weiterlesen…]

Strategy Dynamic: Corporate Raiders wieder im Trend

Fels in der Brandung- Quint-Essence Strategy Dynamic

Das kann sich sehen lassen: Eine 5,53%ige Performance weist der Quint:Essence Strategy Dynamic per Ende Mai seit Beginn des Jahres auf. Damit sind wir sehr zufrieden.

Das Fondsportfolio verzeichnete im vergangenen Monat mit der US amerikanischen KKR & Co. L.P. und der belgischen Sofina SA zwei interessante Neuzugänge:  KKR ist eines der weltweit prominentesten Private Equity Unternehmen. Wir sind der Meinung, dass sich das gegenwärtige Marktumfeld von Geldschwemme, Niedrigzinsen und den daraus resultierenden hohen Börsenkursen sehr günstig auf das „Leveraged Buyout“ Geschäftsmodell von KKR auswirkt. Mit einer Marktkapitalisierung von über 15 Milliarden US Dollar, einem Kurs/Gewinnverhältnis von ca. 10 und seiner soliden finanziellen Position passt das Unternehmen sehr gut in das Investmentprofil des Strategy Dynamic. Auch die Dividendenrendite von momentan ca. 3,5 % pro Jahr ist attraktiv. KKR führt außerdem zurzeit ein 459 Millionen US Dollar schweres Rückkaufprogramm seiner Anteilsscheine durch. Dies dürfte den Anteilspreisanstieg des Papiers auch zukünftig stützen. Insgesamt also ein vielversprechendes Engagement, das nicht nur die Ertragsseite des Dynamic Fonds, sondern auch die Diversifizierung des Portfolios stärken sollte. [Weiterlesen…]

Ruhe vor dem Sturm?

Daniel Hardt (Fondsmanager alpha beta asset management)

Daniel Hardt (Fondsmanager alpha beta asset management)

Gerne wird im Mai der alte Spruch „Sell in May and go away“ bemüht, um auf mögliche Verkaufsaktivitäten im Sommer aufmerksam zu machen. Mit Blick auf die europäischen Wirtschaftsdaten gibt es hierfür allerdings in diesem Jahr wenig Anhaltspunkte. Die überraschend positive Konjunkturlage, erfreuliche Quartalszahlen der Unternehmen in Europa und optimistische Zukunftsprognosen waren die Grundlagen für ein Wiedererstarken des Euros sowie erfreuliche Aktien- und Anleihenmarktentwicklungen in Südeuropa im vergangenen Monat. In diesem Umfeld gewann der griechische Aktienmarktindex FTSE Athex 9,3% hinzu und übertrumpfte damit die großen Aktienmarktindizes STOXX 600 Europe und S&P 500, die im Mai nur 1,6% und 1,4% hinzugewannen.

Die positiven globalen Aktienmarktentwicklungen, in lokaler Währung gemessen, täuschen allerdings darüber hinweg, dass der Mai aufgrund der starken Aufwertung des Euros, der z.B. gegenüber dem US-Dollar 3,2% hinzugewann, kein einfacher Monat für global diversifizierte Anleger war. Dieses Umfeld wird mit Blick auf den heutigen „Super Donnerstag“, an dem die britischen Unterhauswahlen und die Befragung des entlassenen FBI-Direktors Comey vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats stattfinden, auch nicht einfacher. Die Kombination aus einem schwächeren US-Dollar, einer Vielzahl von Aktienmarktindizes, die „uninspiriert“ in der Nähe ihrer Allzeithochs handeln, und einer schwachen Marktaktivität könnte somit als eine Art Ruhe vor dem Sturm wahrgenommen werden, der durch negative Neuigkeiten aus Großbritannien oder den Vereinigten Staaten von Amerika entfacht werden könnte. [Weiterlesen…]